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Gesundheitstipps von Ihrer Apotheke in Magdeburg Buckau*

Zuzahlungsbefreiung für 2012 beantragen, 5.2.2012

Bescheinigungen zur Zuzahlungsbefreiung sind mit dem 31. Dezember 2011 abgelaufen. Für das neue Jahre 2012 müssen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen die Bescheini­gungen neu beantragen. Daran erinnert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Apotheken sind gesetzlich dazu verpflichtet, Zuzahlungen im Auftrag der Krankenkassen einzusammeln und an sie weiterzuleiten, wenn der Patient ein Rezept ohne Befreiungs­vermerk oder keinen entsprechenden Krankenkassenbescheid vorlegt. Bei Arzneimitteln betragen die Zuzahlungen zehn Prozent des Preises des Arzneimittels. Mindestens sind es fünf Euro und höchstens zehn Euro. Vom Patienten sind jedoch nie mehr als die eigentlichen Kosten des Medikaments zu tragen. Aber auch für Arztbesuche, Krankenhausbehandlungen, Fahrkosten oder Heil- und Hilfsmittel erheben die Krankenkassen Zuzahlungen. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres müssen keine Zuzahlungen entrichten.
Ist allerdings die Belastungsgrenze erreicht ‑ das sind zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens beziehungsweise ein Prozent bei chronisch kranken Menschen ‑, können sich Versicherte bei ihrer Krankenkasse auf Antrag von der Zuzahlung befreien lassen. Die Apotheken sind darauf vorbereitet, Quittungen oder Zuzahlungen auszustellen oder in einem Sammelheft zu vermerken. Einige Kassen bieten ihren Versicherten eine Zuzahlungs­befreiung auch schon im Voraus an, wenn die Belastungs­grenzen gut zu bestimmen sind und im Voraus die bis dahin fälligen Zuzahlungen geleistet wurden. Mit dem Zuzahlungs­rechner unter www.aponet.de lässt sich ermitteln, wie hoch die individuelle Belastungsgrenze für Zuzahlungen ist.

Tierische Winterschlafrekorde, 5.1.2012

Der Siebenschläfer ist wohl das bekannteste Beispiel dafür, dass sich manche Tiere in der kalten Jahreszeit eine Auszeit nehmen. Er verschläft einfach Wind, Frost und Regen. Dabei führt der Siebenschläfer längst nicht die Hitliste der Schlummer-Rekordhalter im Tierreich an. Besonders das arktische Erdhörnchen leistet Erstaunliches, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012.
Dass sich Siebenschläfer nicht sieben Monate, sondern gar neun Monate ihren Winterschlaf genehmigen, wissen Forscher schon länger. Doch dass sich manche sogar anderthalb Jahre in die Winterruhe zurückziehen, entdeckten kürzlich Wissenschaftler der Veterinäruniversität Wien. Dabei verloren die Tiere die Hälfte ihres Körpergewichts.
Eine extreme Grenze zwischen Leben und Tod hat die Natur für einen anderen Winterschläfer vorgesehen: für das arktische Erdhörnchen. Sobald sich in Alaska der Winter ankündigt, rollt es sich unter der Erde zusammen und erstarrt. Auf bis zu -18 Grad Celsius fällt die Bodentemperatur. Doch das Tier hält dem stand. Erst bei etwa -3 Grad Celsius stabilisiert es seine Körpertemperatur - und zwar ohne, dass sein Blut gefriert. »Wie das die Erdhörnchen machen, ist ein Rätsel. Genauso wie sie unter diesen Umständen noch atmen können und das Herz noch schwach schlägt«, sagt Professor Dr. Gerhard Heldmaier, Universität Marburg. Alle 10 bis 21 Tage erwacht das Tier aus seiner Starre, und der Körper wärmt sich auf. »So versucht es vermutlich Hirnschäden zu vermeiden«, meint der Fachmann.

Eine Dosis Zukunft - Apotheker für Indien, 15.12.2011

Unter dem Slogan »Zwei Euro für ein Menschenleben« haben Apotheker in Westfalen-Lippe schon mehrere zehntausend Euro gesammelt. Damit helfen sie Kindern in den Slums der 14-Millionen-Metropole Kalkutta, eine bessere medizinische Versorgung zu erhalten. Über diese Aktion informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember 2011.
Die Spendenaktion ist Teil des Projektes »Eine Dosis Zukunft«, das die Apothekerkammer Westfalen-Lippe zusammen mit der Kindernothilfe im Herbst 2009 ins Leben gerufen hat. Inzwischen machen über 400 Apotheken mit. »Unter dem Slogan 'Zwei Euro für ein Menschenleben' finanzieren wir mit den Spenden Impfungen und Tuberkulose-Behandlungen«, erläutert die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening. Zwei Euro kostet eine Fünffachimpfung, die unter anderem vor Tuberkulose, vor Masern und Tetanus schützt. An Masern und Tetanus sterben in Indien jedes Jahr 160 000 Kinder.
Mit Spendenboxen in vielen Apotheken und Spenden der Apotheker selbst hat die Apothekerkammer im Dezember 2009 kurzerhand 6000 Euro gesammelt. 2010 kamen 20 000 Euro zusammen, und in diesem Jahr hofft man auf rund 40 000 Euro. Overwiening: »Damit kommen wir unserem Ziel, in den Slums die gesundheitliche Versorgung der Kleinsten zu verbessern, immer näher.« Für eine dauerhafte Hilfe sind jedoch jährlich rund 50 000 Euro vonnöten.

Alternative zu Antibiotika, 15.11.2011

Die einstige Wunderwaffe im Kampf gegen Infektionskrankheiten ist stumpf geworden: Immer häufiger kommt es zu Resistenzen gegen die einst so zuverlässigen Antibiotika. An welchen Alternativen Forscher derzeit arbeiten, darüber berichtet die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. November 2011.
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI in Leipzig haben möglicherweise eine Alternative zu den etablierten antibiotisch wirkenden Substanzen gefunden. Sie arbeiten mit Ketten verschiedener Aminosäuren, also speziellen Eiweißverbindungen, um bakterielle Krankheitserreger abzutöten. Sie verändern diese Stoffe, indem sie deren Bauteile, also die Aminosäuren, austauschen und umbauen.
Dabei entsteht das eigentliche Wirkprinzip: Durch den Umbau hat die neu geschaffene Eiweißkette eine andere elektrische Ladung als die Hülle das Bakteriums. Dadurch entsteht eine elektrische Anziehungskraft. Hat die Eiweißhülle an der Bakterienhülle einmal angedockt, entfaltet sich die antibakterielle Wirkung. So erfassen diese Eiweißketten in Labortests etwa Bakterien wie Streptococcus mutans, der in der Mundhöhle Karies erzeugt, oder gar den multiresistenten Krankenhauskeim Staphylococcus aureus. Das Gute: Die Eiweißketten richten sich nicht nur gegen Bakterien, auch Pilze und einige Viren werden so im Labor schachmatt gesetzt. Bislang haben die Leipziger Forscher 20 dieser kurzen Eiweißketten identifiziert.

Gefälschte Arzneimittel rechtzeitig erkennen, 1.11.2011

Um Arzneimittel-Fälschungen noch leichter und schneller identifizieren zu können, haben sich Apotheker, der pharmazeutische Großhandel und Arzneimittelhersteller zur Initiative Securpharm zusammengeschlossen. Sie wollen ein Sicherheitssystem entwickeln, das Arzneimittel-Fälschungen spätestens bei der Abgabe in der Apotheke erkennt, teilt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. November 2011 mit.
Für 2013 ist ein Pilotversuch geplant, um das System zu testen. Dabei versehen mehrere pharmazeutische Hersteller die Umkartons ausgewählter rezeptpflichtiger Medikamente mit einem sogenannten DataMatrix-Code, wie er von Bahntickets bekannt ist. Dieser Code enthält eine individuelle Seriennummer, die in einer Datenbank gespeichert wird.
Die Apotheken, die am Pilotprojekt teilnehmen, haben spezielle DataMatrix-Scanner, die den Code lesen können. Der Apotheker scannt den Code auf der Packung. Dabei wird die Seriennummer abgefragt: Ist sie beim Hersteller unbekannt oder vielleicht sogar schon mal registriert worden, wird der Apotheker gewarnt. Das Arzneimittel darf dann nicht abgegeben werden, da es möglicherweise gefälscht ist. Der Datenschutz soll dabei gewahrt bleiben. Die Technologie, mit der das Arzneimittel identifiziert wird, muss allerdings noch entwickelt werden.

Mehrwertsteuer auf Arzneimittel zu hoch, 15.10.2011

Apotheker fordern, die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent zu senken. Das bedeute nicht nur geringere Ausgaben für die Krankenkassen, sondern auch preisgünstigere Arzneimittel für die Patienten, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Oktober 2011.
Auch für rezeptpflichtige Arzneimittel fallen die kompletten 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Das macht einen nicht unerheblichen Anteil der Krankenkassen-Ausgaben aus, betont Karl-Heinz Resch, Geschäftsführer bei der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. »Von den 28,6 Milliarden Euro, die die Kassen 2010 für Medikamente ausgegeben haben, entfielen allein 4,6 Milliarden Euro auf die Mehrwertsteuer. Für die Leistungen aller Apotheken in ganz Deutschland gaben die gesetzlichen Kassen dagegen nur 4,5 Milliarden Euro aus. Das heißt: Somit fließt in Deutschland mehr Geld an den Finanzminister als in die Pharmazie!«
Deutschland hat nach Dänemark und Bulgarien den dritthöchsten Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel in der EU. Die meisten anderen EU-Länder belasten ihre Medikamente nicht mit dem vollen, sondern mit einem ermäßigten Satz oder verzichten ganz darauf. Dann würden die Krankenkassen nicht nur geringere Ausgaben haben. Resch: »Auch die Verbraucher, die rezeptfreie Medikamente kaufen, würden das in ihrem Geldbeutel merken.«

Apotheker immer für Sie da, 5.10.2011

Apotheker sind rund um die Uhr im Dienst. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass Tag und Nacht die Bevölkerung mit lebenswichtigen Arzneimitteln umfassend versorgt wird. Darüber berichtet die Neue Apotheke Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Oktober 2011.
Bundesweit leisten Nacht für Nacht und auch an Sonn- und Feiertagen etwa 2 000 Apotheken Notdienst. Diese sorgen dafür, dass Patienten in dringlichen Fällen mit wichtigen Arzneimitteln versorgt werden. Rund 20 000 Patienten nutzen jede Nacht beziehungsweise an Sonn- und Feiertagen durchschnittlich den Notdienst. Etwa jeder vierte Deutsche hat dabei in den letzten fünf Jahren einmal von einer Notdienstapotheke profitiert.
In Deutschland ist der Apotheken-Notdienst gesetzlich geregelt. Ein speziell ausgearbeiteter Kalender regelt die Reihenfolge, wann welche Apotheke nachts und feiertags diesen Service zu leisten hat. Denn nicht jede Apotheke muss jeden Tag ran. Nachts und an Sonn- und Feiertagen ist es rund jede zehnte, die Dienst hat. Anders sieht es in Gebieten mit weniger Einwohnern und Apotheken aus. Dort gibt es Apotheken mit ständiger oder zumindest häufigerer Dienstbereitschaft. Welche Apotheke gerade Dienst hat, erfährt man am besten im Schaufenster der Apotheken oder - noch besser - unter www.aponet.de. Dort findet man mit dem Eingabefeld für die Notdienstsuche die nächstgelegene diensthabende Apotheke und weitere in der Umgebung.

Für wen eine Zusatzversicherung sinnvoll ist, 15.9.2011

Für wen eine Zusatzversicherung sinnvoll ist Zusatzversicherungen sollen Kassenpatienten besser absichern. Dass ein Abschluss nicht in jedem Fall lohnenswert ist, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. September 2011.
Als empfehlenswert listet die Neue Apotheken Illustrierte etwa eine Auslandsreise-Krankenversicherung auf. Auch die Verbraucherzentralen raten zu einer solchen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zwar beispielsweise im europäischen Ausland und einigen anderen Staaten die Behandlungskosten, aber maximal das, was sie auch im Inland zahlen würden. Höhere Kosten oder einen Rücktransport müssen Versicherte dagegen selbst übernehmen.
Der Abschluss einer Kranken-Tagegeld-Versicherung kann sich für Kassenpatienten lohnen, die mehr als die Beitragsbemessungsgrenze von 3712,50 Euro brutto monatlich verdienen. Denn das maximale Krankengeld orientiert sich an dieser Grenze. Selbstständige sollten sich in jedem Fall im Krankheitsfall diesbezüglich absichern, raten die Verbraucherzentralen.
Kritisch sind Krankenhaus-Tagegeld-, Ergänzungsversicherungen und ambulante Zusatzversicherungen zu prüfen. Sie sind meist recht teuer, und man benötigt oft nicht alle Leistungen. Die Krankenhaus-Tagegeld-Versicherung sichert zum Beispiel die eigene wirtschaftliche Existenz bei Krankheit nicht ab.

aponet.de bürgt für Seriosität, 1.9.2011

Eine Reihe unseriöser Anbieter tummeln sich im Internet. Die Anonymität, die dieses Medium mit sich bringt, bietet Scharlatanen genügend Freiräume. Doch wie erkennt man die schwarzen Schafe? Gerade wenn es um Gesundheit, Krankheit und Arzneimittel geht, sollte man sich am besten an offizielle Internetportale halten. Beispielsweise an das offizielle Gesundheitsportal der deutschen Apothekerinnen und Apotheker www.aponet.de, über das die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September 2011 informiert.
Mehr als 1 300 informative Seiten über Gesundheit, Apotheke und Arzneimittel bietet www.aponet.de. Die Informationen stimmen, denn der Herausgeber ist die offizielle Standesorganisation der Apotheker, also eine Organisation mit teilweise öffentlich-rechtlichen Aufgaben. Und da die Artikel hauptsächlich von Apothekern geschrieben werden, die eine journalistische Zusatzausbildung absolviert haben, sind die Informationen gut verständlich und fachlich solide aufbereitet. Kaufen kann und soll man bei aponet.de nichts, denn die nächste Apotheke ist ja um die Ecke.

Harnwegsinfekte bei Kindern richtig behandeln, 15.8.2011

Harnwegsentzündungen gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionen im Kindesalter. Meist trifft es Mädchen, da ihre Harnröhre kürzer ist. So können Bakterien leichter bis zur Blase aufsteigen. Kinder sollten rechtzeitig behandelt werden, damit die Entzündung nicht auf die Nieren übergreift. Darüber informiert Apothekerin Ulrike Teerling vom Zentrum für Krankenhauslogistik und Klinische Pharmazie am Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn in der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. August 2011.
Bei einer beginnenden Blasenentzündung tut Wärme in Form einer Wärmflasche oder eines Kirschkernsäckchens gut. Die Wärme lindert Schmerzen und entspannt die Muskulatur. Außerdem sollte das Kind viel trinken, um die Durchspülung der Blase anzukurbeln. Das hilft, Bakterien auszuschwemmen. Kleinere Patienten sollten dann sofort ein Antibiotikum erhalten, rät Teerling. Denn nur sie können effektiv verhindern, dass schädliche Keime aus der Harnblase in die Nieren aufsteigen und dort eventuell eine Nierenbeckenentzündung auslösen.
Um Harnwegsinfekten vorzubeugen, ist die Hygiene nach dem Toilettengang sehr wichtig, weiß Teerling. So sollten sich Mädchen von vorne nach hinten reinigen, also von der Scheide zum After. Denn der Darm bildet ein Reservoir für die Keime, die am häufigsten Harnwegsinfekte auslösen. Bei Jungen reicht das Reinigen des Penis mit klarem Wasser.

Hilfe für die Ärmsten weltweit, 1.8.2011

Egal ob in Argentinien, Mexiko, Tansania, Nepal oder seit anderthalb Jahren in Haiti: Im Mittelpunkt der Arbeit der Apotheker ohne Grenzen e. V. (AoG) steht immer das Bestreben, möglichst nachhaltig für eine bessere Gesundheitsversorgung bedürftiger Menschen rund um den Globus zu sorgen. Darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. August 2011.
So errichtete die auf pharmazeutische Hilfe spezialisierte, nicht staatliche Organisation in dem von einem verheerenden Erdbeben gezeichneten Gebiet um Haitis Hauptstadt Port-au-Prince in einem Gesundheitszentrum eine Apotheke. Die deutschen Pharmazeuten vor Ort kümmern sich darum, dass wertvolle Hilfsgüter vor Ort sind, richtig gelagert, Bestände kontrolliert und Arzneien ordnungsgemäß an die Patienten verteilt werden. Einen Großteil ihrer Arbeit leisten die deutschen Apotheker ehrenamtlich. Sie opfern Urlaub und Freizeit für die gute Sache. Neben den langfristigen Projekten steht AoG auch bei humanitären Katastrophen bereit, um mit Teams aus Ärzten und Apothekern schnell und unbürokratisch Ersthilfe zu leisten.
Ohne Spendengelder ist die Arbeit der Apotheker ohne Grenzen aber nicht zu leisten. »Für uns ist es wichtig, unseren Spendern zu zeigen, dass wir verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Geldern umgehen«, sagt Ulrich Brunner, Vorsitzender der AoG.

Viele Medikamente, eine Apotheke, 15.7.2011

Wer fünf oder mehr verschiedene Arzneimittel einnimmt, bezieht sie am besten aus der selben Apotheke. Unabhängig davon, ob ein Arzt sie verschrieben hat oder sie aus der Selbstmedikation stammen. Das rät Dr. Andreas Kiefer, Vorstand des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts und Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Juli 2011.
»Besonders Ältere erwerben in der Apotheke oft rezeptfreie Arzneimittel, um ihre "Gesundheit zu stärken" oder um Symptome, die sie beim Arzt ungern vorbringen wollen, selbst zu behandeln«, weiß Kiefer aus Erfahrung. »Zum Beispiel Verdauungsprobleme oder Schlafstörungen.« Dies erhöht jedoch das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Oft fällt es Patienten auch schwer, hier den Überblick zu behalten. »Apotheker können die gesamte Medikation ihrer Patienten regelmäßig auf mögliche Risiken überprüfen«, erläutert Kiefer. »So tragen sie dazu bei, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen und Doppelverordnungen zu vermeiden.«

Burn-out: Vom Tüchtigen zum Süchtigen, 1.7.2011

Auch wenn es sich nicht um eine klar abgegrenzte Diagnose handele: Burn-out dürfe man keinesfalls als »Renten-Neurose«, also als Flucht aus der Arbeit in die Frührente abwerten, betonte Professor Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Bereichleiter des Kompetenzzentrums Sucht am Isar-Amper-Klinikum München im Rahmen des 10. Suchtforums in München. Darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Juli 2011. Es gelte, bereits Frühstadien dieses arbeitsbezogenen Erschöpfungszustands zu erkennen und zu behandeln. Aus guten Grund: Ein Burn-out mache krank und gebe den Hintergrund für viele Suchtprobleme ab.
Ein Missbrauch von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen sowie von Arzneimitteln, der möglicherweise in eine Abhängigkeit führt, kann hinzukommen. »Man hat dann gleich mehrere Probleme«, warnte Apotheker Ulrich Koczian, Vizepräsident der Bayerischen Landesapothekerkammer. »Zum einen ist das Burn-out-Syndrom nicht behandelt, und zum anderen liegt eine Abhängigkeit von Arzneimitteln vor, die sich ebenso wie der Burn-out nicht von heute auf morgen beseitigen lässt.« Häufig sind es einfache Aufputschmittel wie hoch dosierte Koffeinpräparate, die am Tag die Leistungsfähigkeit steigern sollen. Völlig überdreht finden die Betroffenen am Abend nicht zur Ruhe und in einen erholsamen Schlaf. Ein Beruhigungs- oder Schlafmittel »muss« her.
Besteht der Verdacht auf Burn-out, empfiehlt sich für Betroffene eine gute ärztliche und vor allem psychologische Betreuung. Im Zweifel hilft ein stationärer Aufenthalt etwa in einer Klinik für Psychosomatik. Dort regenerieren sich die Patienten und lernen, die Zeichen körperlicher und seelischer Überforderung rechtzeitig wahrzunehmen und entgegenzusteuern.

Apotheker beraten ihre Kunden das ganze Jahr über zu vielen Gesundheitsfragen., 9.6.2011

Am diesjährigen Tag der Apotheke am 9. Juni informieren die beteiligten Apotheken besonders über das so wichtige Thema Organspende. Das Thema Organspende geht alle Menschen an. Denn egal ob Apotheker oder Apothekenkunde: In jedem steckt ein potenzieller Lebensretter. Als wichtige Ansprechpartner für alle Gesundheitsfragen vor Ort ist es vielen Apothekenteams demnach ein Herzensanliegen, diese besondere Form »lebensrettender Sofortmaßnahmen« zu unterstützen.
Die DSO fördert seit 25 Jahren die Organspende in Deutschland und ist seit dem Jahr 2000 die offizielle Koordinierungsstelle für Organspende. Die gemeinsam von DSO und Apotheken entwickelte Kampagne vereint daher Apotheker und Kunden in ihrem Engagement für ein starkes Anliegen, das weit über den Tag der Apotheke hinausgeht.
Es ist dreimal wahrscheinlicher, selbst ein Organ zu benötigen, als zum Organspender zu werden. Und: Jeder Organspender kann nach seinem Tod bis zu sieben Menschen ein neues Leben schenken. Wer seine Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert, entscheidet selbst und entlastet damit auch seine Angehörigen.
Alle am Tag der Apotheke teilnehmenden Apotheken sensibilisieren ihre Kunden über Plakate und Handzettel für dieses wichtige Anliegen. Mehrere Millionen Organspendeausweise liegen in den teilnehmenden Apotheken für die Kunden bereit, die sie mit nach Hause nehmen und in Ruhe ausfüllen können.
Viele sterben beim Warten auf Spenderorgane
Für Patienten mit chronischem oder akutem Organversagen ist die Organtransplantation häufig die überlegene oder einzige Behandlungsmöglichkeit. Obwohl in Deutschland täglich rund elf Transplantationen durchgeführt werden, versterben im gleichen Zeitraum drei Patienten. Für sie stand nicht rechtzeitig ein geeignetes Organ zur Verfügung.
Dabei ist die Transplantationsmedizin von den verfügbaren Techniken her heute eine Erfolgsstory. Die modernen Techniken ermöglichen es, dass gespendete Organe über Jahrzehnte funktionsfähig bleiben und die Empfänger ein fast normales Leben führen können.
Jeder einzelne Mensch, der seine Organe nach dem Tode spendet, rettet im Durchschnitt drei Menschenleben. Trotzdem haben höchstens ein Viertel der Bundesbürger einen Organspendeausweis, aber zwei Drittel stehen der Organspende positiv gegenüber und die meisten Menschen würden bei Bedarf eine Organspende annehmen.
Jährlich: Tag der Apotheke
Jedes Jahr wird der Tag der Apotheke durch die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ausgerufen. Mit dieser bundesweiten Aktion wollen die öffentlichen Apotheken auf die Bedeutung ihres Heilberufes für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung aufmerksam machen. Dabei stehen die Betreuung der Patienten durch das pharmazeutische Personal und das breite Leistungsspektrum der Apotheken im Mittelpunkt. Viele Apotheken nutzen den Tag, um auf ihre besonderen Kompetenzen - von Diabetes bis Asthma, für Kinder und Senioren, von Homöopathie bis Rezepturen - hinzuweisen.

Zukunftskonzept von Arzt und Apotheker, 3.5.2011

Bald könnte es soweit sein: Der Arzt hat mehr Zeit für seine Patienten und weniger Bürokratie. Es geht wieder vorrangig um die richtige Therapie und weniger um den Arzneimittelpreis. Und Sie werden von Arzt und Apotheker bezüglich Ihrer Arzneimittel und der möglichen Nebenwirkungen viel exakter und ausführlicher aufgeklärt. Möglich werden soll das durch ein gemeinsames Zukunftskonzept von Arzt und Apotheker. Führende Apotheker und Ärzte der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) stellten es im April auf einer viel beachteten Pressekonferenz vor. Gedacht ist an die Zusammenarbeit von einem Arzt und einem Apotheker. Der Arzt verordnet den Wirkstoff, der Apotheker darf dem Patienten dann immer »sein« Arzneimittel geben. Kein Chaos mehr aufgrund von Rabattverträgen einzelner Kassen mit wechselnden Herstellern.
Dazu bekommt der Patient einen Medikationsplan. Und er erhält intensive Aufklärung über Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, auch mit solchen Medikamenten, die er sich selbst dazu kauft. Bei Langzeitbehandlungen liegt die Einnahmetreue für die verordneten Arzneimittel nur bei 50 Prozent, erklärte auf der Pressekonferenz der KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller. Je mehr Arzneimittel der Patient einnehmen müsse, desto größer sei außerdem das Risiko arzneimittelbezogener Probleme, ergänzte der Präsident der Apothekerschaft Heinz-Günter Wolf. Weshalb sich das neue Konzept auch bewusst an Menschen richte, die mehr als fünf Medikamente am Tag einnehmen müssten.
Wenn Arzt und Apotheker die kontinuierliche Betreuung gemeinsam übernehmen, lassen sich Arzneimittelrisiken besser vermeiden. Diese Tatsache und die verbesserte Therapietreue führten am Ende zu gesünderen Menschen, weit weniger Krankenhauseinweisungen und weniger Arzneimittelverordnungen. Wenn das Zukunftsprojekt komplett umgesetzt ist und nur ein Drittel aller in Frage kommenden Menschen mitmacht, kann die gesetzliche Krankenversicherung schon runde zwei Milliarden Euro sparen.
Dieses Zukunftskonzept soll Eingang finden in das neue Versorgungsgesetz und das Sozialgesetzbuch. Damit hätte dann der Patient Anspruch auf derart intensive Betreuung.
Gesundheit braucht Fachleute. Deshalb: Fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker. Und bleiben Sie gesund mit uns. Das wünscht Ihnen

Jutta Petersen-Lehmann
Chefredakteurin der Neuen Apotheken Illustrierten

Vorsicht vor angeblichem Wundermittel, 15.4.2011

Frühling - Sonne - Braunwerden. Wer den Sonnenbrand scheut, lässt sich vielleicht verführen, Wundermittel zur Hautbräunung auszuprobieren. Die aktuell im Internet beworbene »Barbie-Droge« Melanotan kann jedoch die Gesundheit massiv gefährden. Anlässlich eines besorgniserregenden Zwischenfalls warnen die Apotheker eindringlich vor der Anwendung dieser Substanz. Melanotan ist ein Abkömmling eines körpereigenen Hormons und wird auch zur Gewichtsreduktion, zur Steigerung der Libido und gegen Potenzstörungen angepriesen. Melanotan ist nicht als Arzneimittel zugelassen; sein Vertrieb ist illegal.
»Skrupellose Geschäftemacher nutzen menschliche Sehnsüchte immer wieder schamlos aus«, sagt Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und verweist auf die Apotheke als besseren Ort der Beratung, auch zur durchaus empfehlenswerten künstlichen Bräunung aus der Tube. Die Bundesapothekerkammer (BAK) hatte bereits im Oktober vorigen Jahres öffentlich vor Melanotan gewarnt.
Die Anwendung von Melanotan kann das Immun- und das Herz-Kreislauf-System schädigen. Gesundheitsprobleme wie Erbrechen, hoher Blutdruck und Rötungen im Gesicht können auftreten. Bereits bestehende Muttermale können sich verdunkeln, das erschwert die ärztliche Diagnose möglicherweise auftretender Entartungen. Einige Präparate sollen selbst unter die Haut gespritzt werden, was zusätzlich ein hohes Risiko für Infektionen birgt. Das Giftinformationszentrum Nord (GIZ) berichtet derzeit von einer Patientin, die kürzlich wegen Schmerzen im Bauchraum, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen in ein niedersächsisches Krankenhaus eingeliefert wurde. Sie hatte sich offenbar 15 Milligramm Melanotan im Internet gekauft und unter die Haut gespritzt.
Die Schönheit der Beine lässt sich, ohne die Gesundheit zu gefährden, beispielsweise durch Bräunungscremes unterstützen. Besonders, wer einige ungefährliche Besenreiser unauffälliger wirken lassen will, ist damit gut beraten. Es kommt eben sehr darauf an, was man nimmt. Und das erklärt der Apotheker oder die Apothekerin immer noch am besten.

Frühjahrsputz für die Hausapotheke, 1.4.2011

Die Wohnung erstrahlt nach dem Osterputz in frischem Glanz. Auch die Hausapotheke sollte man dabei nicht vergessen. Doch was kann weg? Und was darf bleiben?
Arzneimittel lagert man am besten in ihrer eigenen Verpackung.
Dort ist das Verfallsdatum eingeprägt. Beim Aufräumen heißt es ganz einfach: Datum abgelaufen - Packung wegwerfen. Natürlich gilt das Verfallsdatum nur, wenn das Arzneimittel richtig gelagert wurde und - zum Beispiel bei Tropfen oder Salben - das Behältnis noch nicht geöffnet wurde.
Die Verfallsfrage lässt sich bei Tabletten, Kapseln oder Zäpfchen leicht beantworten. Anders sieht es bei angebrochenen Tropfen oder Salben aus. Das Anbruchdatum lässt sich auf der Packung notieren. Wie lange ein Arzneimittel nach Anbruch noch haltbar ist, steht meistens im Beipackzettel. Manchmal findet man auch ein kleines Symbol - ein Töpfchen mit geöffnetem Deckel und eine Zahlenangabe. Dies kennzeichnet die Haltbarkeit nach Anbruch in Monaten. Das Symbol findet man auch häufig auf Verpackungen von Hautpflegeprodukten. Wenn man sich schon nicht mehr erinnern kann, wann man das Arzneimittel zum letzten Mal verwendet hat, ist das ein deutliches Signal, es zu entsorgen.
Und dann gibt es auch noch Reste, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, zum Beispiel von Antibiotika. Diese Reste sollte man entsorgen.
Und wohin mit dem Müll? Eine bundesweit gültige Antwort kann man auf diese Frage leider nicht geben. Hier lohnt eine kurze Nachfrage in der Stammapotheke. In manchen Regionen übernehmen Apotheken die Rücknahme und Entsorgung, mancherorts gibt man die aussortierten Packungen in den Hausmüll. Am besten so, dass niemand sie wieder herausfischen kann. Kinder zum Beispiel, um damit »Apotheke« zu spielen. Und hierhin gehören sie auf gar keinen Fall: ins Klo.

Medikamente von mehreren Ärzten, 15.3.2011

Das ist für mehr als zwei Drittel der gesetzlich Versicherten die Realität. Mehr als ein Viertel der Patienten erhält mindestens fünf verschiedene Wirkstoffe gegen verschiedene Krankheiten. In der Regel kennt der eine Arzt nicht alle Verordnungen der anderen Ärzte. Der Apotheker kann in diesen Fällen Doppelverordnungen oder Wechselwirkungen erkennen. »Ärzte und Apotheker können hier zusammenarbeiten, um die Arzneimitteltherapie sicherer zu machen.
Eine Voraussetzung ist, dass Patienten möglichst alles aus einer Apotheke beziehen, einschließlich der Selbstmedikation«, sagte Apotheker Dr. Andreas Kiefer aus dem Vorstand des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI). Das DAPI wertete Daten von gesetzlich Versicherten aus, die fünf oder mehr Medikamente mit verschiedenen Wirkstoffen innerhalb von 30 Tagen von Ärzten erhielten, die zu verschiedenen Facharztgruppen gehörten.
Die zentrale Verwaltungsstelle der Apotheker beschäftigt sich eingehend mit den möglichen Risiken bei der Arzneimitteleinnahme. Über eine eigene Datenbank sind Informationen für alle Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln in jeder Apotheke schnell verfügbar. Nutzen Sie diesen kostenfreien Service! Wechselwirkungen zwischen Medikamenten entstehen auf vielfältige Weise: durch chemische Reaktionen miteinander, durch entgegengesetzte Wirkungen im Organismus, und durch den gleichzeitigen Verbrauch von Transportmolekülen oder Stoffwechsel-Enzymen. Letzeres ist für Nicht-Mediziner sehr schwer zu durchschauen. Verlassen Sie sich deshalb lieber auf die Ratschläge der Pharmazeuten und ihrer Datenbank!

*Quelle: Neue Apotheker Illustrierte

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