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Bei fast 80 Prozent der Diabetiker hat die Haut Schaden genommen, und zwar hinsichtlich des Verhältnisses von Fett und Feuchtigkeit. Durch die Nervenschädigungen kann die Haut weniger Schweiß und Talg produzieren, die Verdunstung von Wasser über die Haut steigt. In der Folge wird die Haut trocken, spröde und rissig und verliert ihren schützenden Hydrolipidfilm. Deshalb ist alles daran zu setzen, mit geeigneten Pflegemaßnahmen die Hautbarriere intakt zu halten. Wie das geht, darüber informiert die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Mai 2012.
Ein ausgedehntes Bad in der Wanne sollte für Diabetiker nur selten auf dem Programm stehen, zu sehr würde die Haut dadurch an Feuchtigkeit verlieren. Besser sind regelmäßige Duschen, allerdings nur kurz und mit lauwarmem Wasser. Duschgele nur für die Körperregionen verwenden, die auch schwitzen. Ansonsten genügt pures Wasser. Das Duschgel sollte pH-neutral sein und weder Farb-, Duft- oder andere chemische Zusatzstoffe enthalten. Für die Pflege danach sollten die Präparate das Wasserbindungsvermögen der Haut verbessern und den übermäßigen Wasserverlust reduzieren können. Das geht am besten mit fettreichen Zubereitungen, die zusätzlich feuchtigkeitsbindende Substanzen wie Harnstoff enthalten. Lotionen oder Emulsionen lassen sich gut verteilen und ziehen schnell ein.
Die Füße eines Diabetikers verlangen besonderes Augenmerk bei der Pflege. So haben etwa spezielle Messungen ergeben, dass die Fußballen eines Diabetikers einen um 60 Prozent reduzierten Hautfettgehalt und einen um 24 Prozent herabgesetzten Gehalt an Hautfeuchtigkeit aufweisen. Die herabgesetzte Barrierefunktion begünstigt die Entstehung von Wunden. Diabetiker sollten jeden Tag ihre Füße auf kleine Verletzungen inspizieren. Und schon bei kleinsten Problemen an der Fußhaut ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Vielen Typ-1-Diabetikern bringt eine Insulinpumpe medizinische Vorteile. Doch die Handhabung einer solchen ist nicht ganz einfach. In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. April 2012 nennt die Diabetologin Dr. med. Ingrid Helmstädter die wichtigsten Fehlerquellen und erklärt, wie man sie umgeht.
Steigt der Blutzucker eines Pumpenträgers in unerklärliche Höhen, liegt es nach den Ausführungen Helmstädters meistens daran, dass der Katheter herausgerutscht ist. Dabei wurde versäumt, den Katheter noch einmal zusätzlich mit Pflasterstreifen an der Haut zu fixieren. »Oft fällt dies dem Pumpenträger erst Stunden später bei der nächsten Blutzuckerkontrolle auf. Da in der Zwischenzeit kein Insulin in den Körper gelangt ist, klettert der Blutzuckerwert in die Höhe. Es kann auch sein, dass der Katheter abgeknickt oder verstopft ist«, erklärt die Expertin. Auch wichtig: Beim Katheter- und Ampullenwechsel das System entlüften! So bildet sich durch den starken Temperaturunterschied Luft in der Ampulle, wenn das Insulin direkt nach der Entnahme aus dem Kühlschrank aufgezogen wurde. Die Luft gelangt durch den Druck der Pumpe zu tief ins Gewebe. Der Blutzucker steigt.
Doch der Blutzucker kann durch die verschiedensten Handlingfehler auch zu stark abfallen. So kann die Nadel schlicht und einfach ungünstig liegen. Liegt sie etwa im Oberschenkel, wirkt sich das bei sportlicher Betätigung wie Joggen oder Radfahren ungünstig aus. Durch die gesteigerte Durchblutung nimmt der Körper mehr Insulin aus dem Gewebe auf, was den Blutzucker abfallen lässt. Ganz wichtig ist es überdies, die Wirkdauer der verwendeten Insuline zu berücksichtigen. Für die Wirkzeit der kurz wirkenden Analoga sollte man zum Beispiel vier Stunden einplanen, auch wenn die Beipackzettel den modernen Insulinen oft eine kürzere Wirkdauer bescheinigen, informiert die Fachfrau.
Sich als Diabetiker lebenslang Insulin spritzen zu müssen, bedeutet auch, ständig seine Haut zu malträtieren. Patienten, die eine intensivierte Insulintherapie betreiben, müssen etwa vier- bis fünfmal täglich Insulin injizieren. Alles in allem ergeben sich so pro Jahr beachtliche 1500 Stiche, und das über Jahre hinweg! Wie die Haut dabei möglichst wenig Schaden nimmt, erklärt Dr. med. Ingrid Helmstädter in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. April 2012.
Bei jedem Stich mit dem Insulinpen wird die Haut minimal verletzt, ein sogenanntes Mikrotrauma entsteht. Und wenn sich die Patienten die Spritze immer an die gleiche Stelle setzen, verändert das auf die Dauer die Beschaffenheit der Bauchhaut. So können Verhärtungen in Form von Dellen, sogenannte Lipodystrophien, oder auch Knubbel beziehungsweise Beulen, sogenannte Lipohypertrophien, entstehen. Beides bleibt nicht ohne Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. »Die Insulinaufnahme aus diesen Spritzstellen ins Blut ist unberechenbar, und es kann zu kaum nachvollziehbaren Blutzuckerschwankungen kommen«, warnt die Diabetologin. »Vermeiden lässt sich das nur, wenn man die Spritzstellen regelmäßig wechselt und indem man den kompletten Bauchbereich nutzt.« Der Bauchraum beginnt unterhalb des Brustkorbs und endet an der Schamhaargrenze, und nicht am Nabel. Nach rechts und links reicht dieses Gebiet bis zur seitlichen Naht von Bluse und Hemd.
Außerdem ist es wichtig, regelmäßig die Nadel zu wechseln. Die sterilen Pennadeln sollten nach einmaliger Benutzung, wenigstens jedoch einmal täglich, entsorgt werden. »Schon nach der ersten Benutzung ist die Gleitfähigkeit der Nadel ins Gewebe nicht mehr optimal gewährleistet und sorgt für übermäßige Schädigung der Haut«, weiß Helmstädter. Außerdem ist die richtige Länge der Nadel von Belang. Sie richtet sich nach dem Körpergewicht beziehungsweise nach dem Body-Mass-Index (BMI). Grund: Insulin muss ins Unterhautfettgewebe gespritzt werden. Helmstädter: »Je mehr Fett aber unter der Haut sitzt, umso länger muss die Nadel sein.« Beruhigend zu wissen: Der Schmerz beim Spritzen entsteht durch die Dicke der Nadel, nicht durch ihre Länge. Doch die Dicke ist bei allen Nadellängen nahezu gleich.
In welche Richtung sich die Therapie von Diabetikern in Zukunft weiterentwickeln könnte, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2012. »Drei Bereiche machen die Diabetes-Forschung aus: die Suche nach neuen Arzneistoffen, die Entwicklung neuer Insuline und der Weg zu sogenannten geschlossenen Systemen«, informiert Professor Dr. Thomas Forst vom Institut für Klinische Forschung und Entwicklung in Mainz.
Die neuen Arzneistoffe, die die Zulassung in Sichtweite haben, sind die sogenannten SGLT-2-Hemmer. In etwa zwei bis drei Jahren könnten sie auf den Markt kommen. Diese Substanzgruppe kann nicht nur den Blutzucker senken, sondern verfügt über einigen Zusatznutzen. Forst: »Diese Arzneistoffe sorgen dafür, dass Glukose über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden wird.« Das senke nicht nur den Blutzucker und gehe ohne Unterzuckerungen, sondern helfe auch beim Abnehmen und wirke gegen hohen Blutdruck. Ein Effekt, der bei den meisten der Typ-2-Diabetiker erwünscht ist.
Diabetes-Forscher haben sich für die Zukunft auch Erleichterungen für die Insulinverabreichung vorgenommen. So haben sie Smart-Insuline, also solche, die an Eiweiße gekoppelt sind, erfunden. »Das Eiweiß sorgt dafür, dass das Insulin nach dem Spritzen erst einmal im Gewebe verbleibt. Wenn der Glukosespiegel ansteigt, verdängt Glukose einen Teil des Insulins aus der Eiweißbindung. Dann kann Insulin ins Blut gelangen und dort den hohen Blutzucker senken. Liegt er wieder auf Normhöhe, ist die Insulinabgabe aus der Insulin-Eiweiß-Bindung beendet«, erklärt der Experte. Bislang funktioniert das jedoch nur im Tierversuch.
Der dritte Forschungsbereich widmet sich den geschlossenen Systemen, also Inselzell-Transplantationen und möglichst »intelligenten« Insulin-Pumpen, die selbstständig den Blutzucker bestimmen und daraufhin die richtige Menge Insulin abgeben sollen. Die Umsetzung in die Praxis ist allerdings sehr schwierig, stellt Forst klar.
Ess-Störungen wie Anorexie, Bulimie oder das sogenannte Binge-Eating, bei dem die Betroffenen unter Fressattacken leiden, ohne danach zu erbrechen, verschlechtern bei Diabetikern massiv die Stoffwechselsituation. Folge ist insbesondere bei Bulimie und Anorexie eine höhere Sterblichkeitsrate im Vergleich zu Ess-Gestörten ohne Diabetes. Dass man sich bei gestörtem Ess-Verhalten möglichst frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben sollte, dazu rät Privatdozent Dr. Bernhard Kulzer in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustriertem vom 1. März 2012.
Während Anorexie und Bulimie eher unter Typ-1-Diabetikern verbreitet ist, wird Binge-Eating meist von Typ‑2‑Diabetikern praktiziert. »Einige Ess-Störungen sind bei Diabetikerinnen mehr als doppelt so häufig wie in einer nicht diabetischen Kontrollgruppe«, sagt der leitende Psychologe der Diabetes Klinik in Bad Mergentheim. Speziell bei Mädchen mit Typ-1-Diabetes liegen die Zahlen gar noch höher. Grund sind die extrem schlechten Blutzuckerwerte: Patienten mit Magersucht oder Bulimie haben nicht etwa gute Werte, weil sie wenig essen. »Sie unterdosieren absichtlich ihr Insulin, um kein Gramm zuzunehmen«, weiß Kulzer. Bei Binge-Eatern steigern die Fressattacken das ohnehin meist schon vorhandene Übergewicht noch.
Damit sich die Beschwerden nicht manifestieren, rät Kulzer, möglichst früh therapeutische Hilfe bei einem Diabetologen, Psychotherapeuten oder in einer psychosomatischen Klinik zu suchen. Etwa die Hälfte der Betroffenen findet dann den Weg zurück zu einem normalen Umgang mit dem Thema Essen. Bei 30 Prozent kann die Störung aufgehalten werden, während die restlichen 20 Prozent für eine Therapie nicht zugänglich sind.
Ausnahmesituation Karneval. Typ-1-Diabetiker können ein Zuviel an Kohlenhydraten von Faschingsnaschereien gut mit Insulin abdecken. Kritisch sind bei ihnen die Auswirkungen von Alkohol. Typ-2-Diabetiker sollten vor allem die Kalorien im Blick behalten. Dies rät Dr. Astrid Tombek von der Diabetes Klinik Bad Mergentheim in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Februar 2012.
»Die tollen Tage sind ein Ausnahme von der Regel. Da kann sich ein Diabetiker bewusst entscheiden, dem Appetit auf Fettgebackenes nachzugeben, wenn er dafür einen Ausgleich schafft«, sagt die Leitern der Diabetes- und Ernährungsberatung in Bad Mergentheim. Wie könnte der aussehen? »Wer auf einer Faschingsparty mehr essen möchte, sollte zuvor zum Beispiel nur einen Salat zu Mittag oder zu Abend essen.« Auch intensiv das Tanzbein zu schwingen, sei eine Möglichkeit, den Blutzuckerspiegel wieder auf Normmaß zu bringen.
Insulinpflichtige Diabetiker oder solche, die mit Sulfonylharnstoffen behandelt werden, sollten nicht zu tief ins Wein- oder Schnapsglas schauen. Die Gefahr von Unterzuckerungen ist noch mehrere Stunden nach der Alkoholaufnahme erhöht. Deshalb rät die Ernährungswissenschaftlerin, zum Alkohol Kohlenhydrat-haltige Lebensmittel zu essen. Zudem empfiehlt Tombek, erhöhte Blutzuckerwerte (bis etwa 220 mg/dl) vor dem Schlafengehen erhöht zu lassen und bei niedrigen Werten vor der Nachtruhe noch zwei zusätzliche Broteinheiten zu essen. Die in Cocktails enthaltenen Kohlenhydrate nicht mit Insulin abspritzen.
Schwere Unterzuckerungen, also solche, bei denen Betroffene auf die Hilfe anderer Personen angewiesen sind, können langfristig womöglich Herz und Hirn schädigen. Welche Faktoren eine Hypoglykämie bedingen und was man dagegen tun kann, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Diabetiker, die Sulfonylharnstoffe einnehmen oder mit Insulin spritzen, laufen potenziell Gefahr, in eine Unterzuckerung zu rutschen. Die bei Gesunden rechtzeitig einsetzende Gegenregulation arbeitet bei Diabetikern nicht mehr einwandfrei. Alarmreaktionen wie Zittern, Herzrasen oder Heißhunger setzen erst bei deutlich tieferen Zuckerwerten ein. Ein Diabetiker merkt deshalb oft zu spät, dass seine Werte unterhalb des Normbereichs liegen. Und: Mit der Anzahl an Unterzuckerungen versagt die Gegenregulation immer weiter.
Faktoren wie das falsche Abschätzen von Kohlenhydratmengen, die schlechte Durchmischung eines Basal- oder Mischinsulins, ein zu langer Spritz-Ess-Abstand, Fehler in der Insulindosis-Anpassung während eines Magen-Darm-Infekts, ungewohnte Aktivität oder übermäßiger Alkoholkonsum können in einen Unterzucker führen. Neben einer ausführlichen Schulung, wie sich diese Risikofaktoren vermeiden lassen, empfiehlt sich ein sogenanntes Unterzucker-Wahrnehmungstraining. Dabei lernen Betroffene, genau darauf zu achten, welche körperlichen oder psychischen Befindlichkeiten speziell bei ihnen auf eine Hypoglykämie hinweisen. Manch einer wird nur unerklärlich müde, fühlt sich aggressiv oder hat nur ein unbestimmtes Bauchgefühl.
Diabetiker sollten darauf achten, dass sie ausreichend mit dem Spurenelement Zink versorgt sind. Dass Zink darüber hinaus auch das körpereigene Abwehrsystem bei seiner Arbeit unterstützt, darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012.
Zink ist für Diabetiker unentbehrlich. So scheiden sie bei überhöhten Blutzuckerwerten mit dem Urin gesteigerte Mengen davon aus. Und Zink unterstützt die Speicherung von Insulin. Nur wenn Typ-2-Diabetiker gut mit diesem Spurenelement versorgt sind, kann der Körper mit dem noch vorhandenen Restinsulin den Glukosestoffwechsel unterstützen. Zudem beeinflusst Zink die Insulinwirkung an den Zellen positiv.
Dass Zink nicht unerheblich beteiligt ist, wenn es um die Abwehr von Infekten geht, haben jetzt französische Forscher herausgefunden. Abwehrzellen des Immunsystems benötigen demnach Zink, um Krankheitserreger dingfest zu machen. Dazu nehmen die sogenannten Fresszellen Bakterien oder andere Keime in ihrem Zellinneren auf. Dann mobilisieren diese Fresszellen große Mengen Zink, und zwar in derart hohen Dosen, dass es für die im Inneren befindlichen Erreger tödlich wirkt.
Ein gut funktionierender Stoffwechsel benötigt also Zink. Relativ hohe Zinkmengen finden sich in Meeresfisch, Fleisch, Leber, Milch und Eiern. Zudem kann mit speziellen Zink-haltigen Präparaten aus der Apotheke das Zink-Konto aufgefüllt werden.
Weihnachten und Silvester bedeuten Ausnahmesituationen für den Blutzucker. Das Essen schmeckt reichlich, und auch Alkohol gehört häufig zur Festtagstafel. Wie man dann nächtliche Unterzuckerungen vermeiden kann, darüber informiert Dr. Gerhard Klausmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes niedergelassener Diabetologen, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Dezember 2011.
Nach dem Genuss von Alkohol drohen Unterzuckerungen. Dabei bedenken: Sie treten oft verzögert auf, also eventuell auch erst während des Nachtschlafs. Klausmann rät deshalb, zu einem Gläschen Alkohol immer eine Kleinigkeit zu essen. So kann der Blutzucker nicht zu weit absinken. Dennoch sollten Diabetiker sicherheitshalber immer Traubenzucker griffbereit haben. »Vor dem Bettgang ist der Blutzucker zu kontrollieren. Er sollte deutlich über 100 mg/dl liegen«, informiert der Diabetologe. Noch besser sichert sich ab, wer nachts zwischen zwei und vier Uhr nochmal seinen Blutzucker überprüft. Auch wer vor dem Schlafengehen etwas Schokolade isst, wirkt dem Unterzuckerungsrisiko entgegen.
Wichtig: Das Risiko für Unterzuckerungen trifft nicht jeden Diabetiker. Gefährdet sind Patienten, die sich Insulin injizieren oder auf Medikamente wie lang wirksame Sulfonylharnstoffe eingestellt sind. Patienten, die Metformin einnehmen, haben dieses Risiko nicht.
Vorweihnachtsstress kann sich ungünstig auf den Blutzucker auswirken. Die Lage wird noch schwieriger, wenn Diabetiker durch Zeitnot ihr Behandlungsprogramm nicht mehr regelmäßig einhalten und notwendige Blutzuckerkontrollen vergessen. Wie Weihnachten und Jahreswechsel bei guter Gesundheit und stressfrei verlaufen, darüber informiert die Diabetologin Dr. Ingrid Helmstädter in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Dezember 2011.
Kurz vor Weihnachten und erst recht zwischen den Jahren haben viele Arztpraxen geschlossen. Daher sollten sich Diabetiker schon Anfang Dezember um alle nötigen Rezepte für Teststreifen, Insulinampullen, Pen-Nadeln, Lanzetten oder für orale Antidiabetika beim Hausarzt oder Diabetologen bemühen und in der Apotheke einlösen. Dann lassen sich die Feiertage entspannt angehen, da alles in ausreichender Menge zu Hause vorrätig ist. Insulinpflichtige Diabetiker sollten dafür Sorge tragen, ein Glukagon-Hypokit gegen schwere Unterzuckerungen im Haus zu haben. Auch Geschenke für Familienangehörige und Freunde lassen sich schon einige Wochen vor Weihnachten besorgen und nicht erst auf den letzten Drücker.
Wenn dennoch Stress aufkommt, rät Helmstädter vor allem, spazieren zu gehen. Durch einen Spaziergang kann man einen Großteil des ausgeschütteten Stresshormons Adrenalin abbauen. So kann der Blutzucker erst gar nicht in Schieflage geraten. Überdies gleicht ein Plus an Bewegung das Zuviel an aufgenommenen Kohlenhydraten etwas aus und stärkt gleichzeitig die körpereigene Abwehr.
Zu hohe und zu niedrige Blutzuckerwerte beeinflussen die Stimmung. Entgleisungen der Laune sind besonders im Unterzucker wichtige Warnzeichen, informiert Privatdozent Dr. phil. Dipl.-Psych. Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. November 2011.
Plötzlich wechselnde Stimmungsschwankungen sind wichtige Warnsymptome für einen Unterzucker. Besonders Familienangehörige erkennen dann die brenzlige Situation und können den Betroffenen darauf hinweisen. Dieser kann mit Traubenzucker oder Saft schnell gegensteuern. Auch der Betroffenen selbst spürt, wenn seine Laune plötzlich umschlägt. »Das sollte immer dazu führen, den Blutzucker zu messen«, rät Kulzer.
Bei 80 Prozent der Probanden verschlechtert sich im Unterzucker die Stimmung, bei 20 Prozent steigt die Laune. Die Probanden werden lässiger, berichtet Kulzer von Untersuchungsergebnissen. Der Grund für extreme Wechsel der Stimmungslage »sind Veränderungen im Zuckermangel im Gehirn«, erklärt der Experte. »Dieser ist die Folge einer Notreaktion des Körpers, denn er braucht im Unterzucker viel der ohnehin schon knappen Energie, um aus den Zuckerspeichern in der Leber Glukose freizusetzen. Dadurch wird es im Gehirn knapp. Auch bei zu hohen Blutzuckerwerten ist der Zusammenhang gegeben, aber weniger deutlich. Die Stimmung verschlechtert sich hier vor allem, wenn der Blutzucker schnell ansteigt.«
Steht die Diagnose Diabetes fest, dann stellt sich die Frage: Welche Auswirkungen hat die Erkrankung für mein zukünftiges Leben? In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. November 2011 berichtet Gaby Meifort exklusiv darüber, wie sie es gelernt hat, mit und nicht gegen den Diabetes zu leben.
Die Risiken, die ein schlecht eingestellter Diabetes mit sich bringen kann, hat Gaby Meifort immer vor Augen: Nierenschäden bis hin zur Dialyse, Herzinfarkt, Augenschäden bis zur Erblindung, Nerven- und Durchblutungsstörungen, die im Ernstfall in einem diabetischen Fußsyndrom münden können. So weit will sie es nicht kommen lassen.
Deshalb hat sie damals vor 12 Jahren kurz nach der Diagnose ihres Typ-2-Diabetes erst einmal eine umfassende Diabetesschulung gemacht. Heute treibt die 43-Jährige regelmäßig Sport und kontrolliert drei- bis fünfmal täglich gewissenhaft ihren Blutzucker und dokumentiert die Werte und Auffälligkeiten in einem Tagebuch. Außerdem ernährt sie sich heute gesünder, Naschereien, Fleisch und Alkohol stehen nur noch selten auf dem Plan. Jedoch: »Im Kochkurs habe ich gelernt, dass man als Diabetiker fast alles essen kann, solange man es ausreichend mit Insulin abdeckt.« Und: »Ich bin der Meinung, dass ich selbst mein Leben bestimme, und nicht der Diabetes oder andere Leute.«
Diabetiker erkranken häufiger an Herz-Rhythmus-Störungen als Gesunde. Deshalb ist für sie die Gefahr besonders hoch, am sogenannten »Dead-in-bed-Syndrom« zu versterben. Was dahinter steckt, erklärt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Oktober 2011.
»Die Hauptgefahr für das Herz von Diabetikern rührt von einer Spätkomplikation des Diabetes, der Neuropathie des vegetativen Nervensystems«, informiert Professor Dr. Dr. Diethelm Tschöpe vom Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. »Dabei wird auch das Nervensystem, das das Herz steuert, durch hohe Blutzuckerwerte geschädigt. Und zwar so, dass das Herz am Ende ständig unter Strom steht und zu schnell schlägt. Das begünstigt das Auftreten bösartiger Herzrhythmusstörungen.« Diabetiker trifft deshalb häufiger das Schicksal eines »Dead-in-bed-Syndroms«. Dabei versterben Diabetiker besonders nachts oder in den frühen Morgenstunden aufgrund dieser Herzschädigung.
In dieser Zeit bereitet sich der Organismus auf den Tag vor, und schüttet hierfür viele Stresshormone aus. Das bedeutet Stress für bereits geschädigte Herznerven und begünstigt Rhythmusstörungen. Zudem senken Störungen im Elektrolythaushalt, die bei Diabetikern relativ oft vorkommen, die Schwelle für Rhythmusstörungen. Ein stets gut eingestellter, normnaher Blutzucker hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und dadurch bedingte Knochenbrüche. Wie Diabetiker dieses Risiko vermindern können, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Oktober 2011.
Insulin reguliert im Körper nicht nur den Blutzucker, sondern sorgt auch für eine kompakte Knochenmasse. Fehlt das Hormon, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche. Deshalb ist das Spritzen von Insulin besonders für Typ-1-Diabetiker so wichtig. Auch Typ-2-Diabetiker sollten ihren Blutzucker den Knochen zuliebe möglichst normnah einstellen: Ab einem Blutzuckerwert von etwa 180 mg/dl wird Zucker mit dem Urin über die Nieren ausgespült. Weil Zucker Wasser an sich bindet, nimmt die Harnmenge zu. Doch mit der Flüssigkeit wird auch für die Knochen wertvolles Calcium aus dem Körper geschwemmt. Deshalb ist die Knochenmasse dann von schlechterer Qualität als bei Gesunden.
Daneben sollten Diabetiker möglichst nicht rauchen und nur wenig Alkohol oder Kaffee trinken. Dabei handelt es sich um die klassischen drei Knochenräuber, deren Inhaltsstoffe dem Knochen Calcium entziehen. Außerdem setzen eine Reihe zusätzlich eingenommener Arzneimittel den Knochen zu, wie bestimmte Mittel gegen Depressionen, Kortisonpräparate oder Magensäure blockierende Medikamente. Am besten mit dem Arzt besprechen, gegen welche anderen Arzneistoffe sie möglicherweise ausgetauscht werden können.
Dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel beim Mann könnten dafür verantwortlich sein, wenn Paare keine Kinder bekommen. Darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. September 2011.
»Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann das Samenvolumen und somit auch die Fruchtbarkeit des Mannes beeinflussen. Im Vergleich zu Nicht-Diabetikern sollen auch DNA-Schäden an den Spermien festgestellt worden sein«, zitiert Dr. Johannes Klemm, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Winsen, amerikanische Studien. Dennoch: »Es gibt noch keine eindeutigen Beweise, dass Diabetes unfruchtbar macht oder das Risiko von Missbildungen und Fehlgeburten erhöht.«
Klemm rät allen Diabetikern zu einem gesunden Lebensstil. So kann das Normalgewicht gehalten und die Qualität der Spermien erhalten werden. Sollte sich der Wunsch nach einem Kind dennoch nicht erfüllen, empfiehlt der Experte, ein Spermiogramm anfertigen zu lassen, bei dem das Ejakulat auf Schäden und Geschwindigkeit der Spermien untersucht wird. Sind Defizite festzustellen, bietet die Reproduktionsmedizin Möglichkeiten für eine Schwangerschaft.
Diabetiker haben ein bis zu zweifach höheres Risiko, an einem plötzlichen Herztod zu versterben. Doch Betroffene können ihr Herz vor Gefahren selbst schützen. Wie das geht, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September 2011.
»Eine gute Blutzuckereinstellung reduziert eindeutig das Risiko für eine autonome Neuropathie, und damit für einen plötzlichen Herztod. Das zeigen Studienergebnisse«, sagt Professor Dr. Dr. Diethelm Tschöpe, Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen. Mit einer Therapie, die individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten ist, lassen sich normnahe Blutzuckerwerte erreichen, »ohne dafür den Preis zahlloser, das Herz gefährdender Unterzuckerungen zahlen zu müssen«.
Tschöpe plädiert für eine enge Zusammenarbeit von behandelndem Diabetologen und einem Herzmediziner. Diabetiker sollten ihr Herz regelmäßig überprüfen lassen. Eine Untersuchung der Herzdurchblutung reiche dazu allein nicht aus, weiß der Fachmann. Hit Hilfe eines Langzeit-EKGs sollten etwa auch die Funktion von Herznerven überprüft werden.
Der Alltag mit Diabetes bringt viel weniger Einschränkungen mit sich als noch vor dreißig Jahren: Doch auch heute ist ein gehöriges Maß an Planung und Vorausschau nötig, um gut mit der Erkrankung leben zu können. Ganz bewusst auf das eigene Wohlbefinden und auf den Umgang mit der Krankheit zu achten, rät die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. August 2011.
Absolute Basismaßnahme ist es, einen Arzt des Vertrauens zu finden, der sich Zeit nimmt und gut zuhört. Eine Schulung vermittelt wichtiges Handwerkszeug, um die Klippen des Diabetiker-Alltags zu bestehen. Beim Handling der Krankheit spielt auch der Apotheker eine wichtige Rolle. Er erklärt beispielsweise, wie und wann man Tabletten einnimmt, wie ein Insulinpen oder ein Blutzuckermessgerät bedient wird. Die Sicherheit durch Arzt und Apotheker kann wesentlich zum Wohlbefinden beitragen.
Mahlzeiten und Tätigkeiten, die der Therapie dienen wie Blutzuckermessen oder Insulinspritzen, sollten mit Bedacht und in aller Ruhe erfolgen. Hektik ist für das Wohlbefinden kontraproduktiv. Daneben stehen unter den Wohlfühlfaktoren Kontakte zu anderen Menschen, zu Freunden und Familie ganz weit vorne. Genauso wie sich leidenschaftlich etwa einem Hobby zu widmen oder sich ehrenamtlich zu engagieren. Deshalb sollte das Sozialleben von Diabetikern so erfüllt wie nur möglich sein.
Von der Zusammensetzung der Darmflora könnte es abhängen, ob ein Mensch Diabetes Typ 2 oder Übergewicht entwickelt. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. August 2011.
Verschiedene Studien zeigen, dass sich alle Menschen weltweit in drei Typen einteilen lassen, was die Keimbesiedlung ihres Darms angeht. Bei einem der drei Typen neigen die Menschen dazu, vermehrt Übergewicht und Typ 2 Diabetes zu bekommen. Dazu stellte Professor Dr. Hans-Jochem Kolb vom Universitätsklinikum München-Großhadern auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Leipzig neue Erkenntnisse vor. Allerdings müssten diese Ergebnisse noch weiter untermauert werden.
Ob die Zufuhr bestimmter Bakterien in Form sogenannter Probiotika helfen könnte, Übergewicht und Diabetes zu vermeiden, ist bislang nicht geklärt, betonen Wissenschaftler. Derzeit haben Probiotika-haltige Arzneimittel hauptsächlich einen Anwendungsbereich: den Aufbau der Darmflora nach Durchfall-Erkrankungen.
»Typ-2-Diabetiker können ihren Diabetes um Jahre aufhalten, wenn sie sich regelmäßig bewegen«, sagt Dr. med. Bernhard Gehr, zweiter Vorsitzender der Internationalen Vereinigung diabetischer Sportler (IDAA), in der Neuen Apotheken Illustrierten extra vom 15. Juli 2011.
Der Typ-2-Diabetes löse sich durch Sport zwar nicht völlig in Nichts auf, doch die Empfindlichkeit auf Insulin steige deutlich an. »Je nach Einzelfall können Tabletten reduziert oder sogar abgesetzt werden, und eine Insulintherapie ist erst viel später notwendig als ohne körperliche Aktivität«, berichtet Gehr.
Wie viel Sport pro Woche bringt die genannten Effekte? »Wichtig ist regelmäßige Bewegung, am besten an fünf Tagen pro Woche«, konstatiert Gehr. Ein Tipp vom Experten für all diejenigen, die sich mit Bewegung schwertun: »Am besten halten Typ-2-Diabetiker Aktivitäten dauerhaft durch, die ihnen in ihrer Jugend viel Freude bereitet haben.«
Wichtig: Wer sich bewegt, braucht weniger Insulin beziehungsweise weniger Tabletten, die der Bauchspeicheldrüse Insulin entlocken. Eigenmächtig sollten Sporteinsteiger ihren Therapieplan aber nicht anpassen, sondern sich dazu immer mit ihrem Diabetologen beraten.
Während zielloses Messen auch dazu führt, Blutzucker-Teststreifen zu verschwenden, verhilft das intelligente Messen nicht nur zu besseren Blutzuckerwerten, sondern auch zu einer verbesserten Verwendung des kostbaren Guts Teststreifen«, betonte Diplom-Psychologe Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Bad Mergentheim in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juli 2011. Das ergab die sogenannte STeP-Studie, während der Wissenschaftler eine strukturierte Blutzuckermessung untersuchten.
»Intelligent messen bedeutet, dass ein Diabetiker weiß, wann das Messen des Blutzuckers sinnvoll ist, also zu welchen Zeiten und zu welchen Situationen. Es bedeutet auch, dass die Messungen nicht nur ihrer selbst wegen stattfinden, sondern dass Menschen mit Diabetes in der Lage sind, aus den Ergebnissen Konsequenzen für die Therapie zu ziehen«, so Kulzer weiter.
Mögliche Konsequenzen beim Messen erhöhter Werte können zum Beispiel darin bestehen, sich mehr zu bewegen oder seine Ernährung zu optimieren. Auch zu niedrige Werte können auftreten. Die Hälfte der mit Tabletten behandelten Diabetiker verwendet Arzneimittel, deren Wirkmechanismus ein Risiko für Unterzuckerungen birgt. Wie man am besten auf ungünstige Werte reagiert, lernen Diabetiker - zusammen mit dem intelligenten Messen - im Rahmen spezieller Schulungen.
Wenn beim Sport der Puls nicht mit der Belastung ansteigt, kann dies bei Diabetikern ein Hinweis auf eine sogenannte autonome Neuropathie sein. Das Nervensystem meldet dabei die erhöhten Anforderungen nicht an das Herz weiter. Nicht erkannte Nervenschäden am Herzen können in einem Herzinfarkt enden, wenn sich der Betroffene überlastet, warnt daher Diabetologin Dr. Ingrid Helmstädter in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juni 2011. Sie rät: »Wer längere Zeit keinen Sport getrieben hat, sollte auf jeden Fall durch ein Belastungs-EKG klären lassen, ob mit dem Herzen alles in Ordnung ist.«
Ebenfalls eine mögliche Folge der autonomen Neuropathie: Die Wahrnehmung für einen Unterzucker lässt nach oder fehlt bei manchen Diabetikern sogar ganz. »Menschen, die davon Betroffen sind, sollten beim Sport häufig ihren Blutzucker kontrollieren«, rät die Diabetologin. So kann man rechtzeitig mit ein paar Extra-Kohlenhydraten gegensteuern.
Bekannter als die autonome Neuropathie ist die Polyneuropathie. Diese Nervenschädigung zeigt sich meist im Bereich der Beine und Füße. Betroffene verlieren mehr und mehr das Schmerzempfinden und bemerken Verletzungen schlechter. Sie sollten daher ihre Füße nach dem Sport immer sorgfältig kontrollieren. Weniger bekannt: Eine Polyneuropathie kann auch das Ballgefühl beim Fußballspielen verschlechtern. Laufvermögen und Handkraft bleiben jedoch erhalten.
Unterzucker verschlechtert bei den meisten Diabetikern die Stimmung, sagt Diabetes-Experte und Diplom-Psychologe Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim, in der Neuen Apotheken Illustrierten extra.
In einer Studie zum Thema zeigte sich die miese Laune bei tiefen Werten bei 80 Prozent der untersuchten Diabetiker. Der Grund für die schlechte Stimmung: Zuckermangel im Gehirn. Doch die veränderte Laune hat auch ihr Gutes: »Sie ist ein ganz wichtiges Warnzeichen für eine Unterzuckerung«, weiß Kulzer. Oft würden Familienmitglieder das Zuckertief ihres Angehörigen an der Entgleisung der Laune erkennen. Dann ist noch Zeit, den Diabetiker darauf anzusprechen und er kann mit Traubenzucker oder Saft rasch gegensteuern. »Auch der Diabetiker selbst spürt, dass sich seine Stimmung ändert. Das sollte immer dazu führen, den Blutzucker zu kontrollieren«, rät Kulzer.
Zu hohe Blutzuckerwerte verändern die Laune nicht so deutlich. Hier ändert sich die Stimmung vor allem dann, wenn der Blutzucker schnell ansteigt. Liegt er immer zu hoch, schadet das zwar dem Körper, das Gemüt bleibt jedoch so ausgeglichen wie bei Werten im Normalbereich.
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