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Gesundheitstipps von Ihrer Apotheke in Magdeburg Buckau*

Ernährung bei Krebs, 1.5.2012

Eine Krebserkrankung zehrt am Körper. Umso wichtiger ist die richtige Speisenauswahl, damit der Körper die notwendige Energie erhält und für die Therapie gestärkt ist. Außerdem können die richtigen Lebensmittel dabei helfen, mit Nebenwirkungen, die eine Chemo- oder Strahlentherapie häufig hinterlassen, besser zurechtzu­kommen. Was Krebskranke bei ihrer Ernährungsweise beachten können, darüber spricht die Ernährungswissenschaftlerin Mandy Max in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Mai 2012. Außerdem bringt das Heft konkrete Kochrezepte, die unter Chemotherapie und den begleitenden Schleimhautschäden gut vertragen werden.
Krebserkrankte sollten sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, so wie Gesunde auch. Allerdings sollten sie darauf achten, den Eiweißgehalt der Nahrung etwas zu erhöhen. Ein Tumor begünstigt nämlich den Muskelabbau. Deshalb rät Max, täglich Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Milchprodukte auf den Speiseplan zu setzen, außerdem Fisch, Fleisch oder Eier. Auf eine ausreichende Trinkmenge von 1,5 Litern täglich achten.
Eine Bekämpfung des Tumors mit Hilfe von Zytostatika oder Strahlen hat meist Nebenwirkungen zur Folge. Magenschleimhautent­zündungen, Erbrechen oder Appetitlosigkeit behindern die Energie­aufnahme meist empfindlich. Max: »Wichtig ist dann, dass sich die Betroffenen speziell zu den Nebenwirkungen und den Gegen­maßnahmen beraten lassen. Einen Experten dafür kann meistens der behandelnde Arzt oder der Apotheker benennen.« Gegen Appetitlosigkeit empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin, dass sich die Patienten ihre Mahlzeiten möglichst nicht selbst zubereiten, sondern sich von Freunden oder Familie helfen lassen. Am besten auch nicht beim Kochen dabei sein, damit nicht schon die Gerüche eine Abneigung gegen das Essen auslösen. Sich während den Mahlzeiten möglichst mit Radio oder Fernsehen ablenken.

Von behinderten Sportlern lernen, 1.5.2012

Noch sind die Athleten in London weder weit, hoch noch drei gesprungen. Doch die Vorbereitungen laufen schon seit Wochen, Monaten oder gar Jahren, um am Tag X vielleicht ein Medaille zu gewinnen.
Im Vordergrund stehen oft die Olympischen Spiele der gesunden Sportler. Doch die direkt danach stattfindenden Paralympics, also die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderungen, könnten viel mehr Vorbild für uns alle sein. Das schreibt Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Mai 2012.
»Wenn man behinderte Sportler beobachtet, lernt man etwas fürs Leben. Man lernt, dass Krankheiten oder Unfall eben kein unabänderliches Schicksal sein müssen, sondern eine Herausforderung, der man sich mit Mut und Durchhaltevermögen stellen kann. Diese Haltung wünsche ich vielen meiner Patientinnen und Patienten beim Umgang mit ihrer Krankheit oder Gesundheitsstörung manchmal auch. Sehen Sie sich die Sportlerinnen und Sportler bei den Wettkämpfen der Sommerparalympics in London an und nehmen Sie etwas von deren innerer Haltung in ihr eigenes Leben hinein.«
Seit rund vier Jahren unterstützt die deutsche Apothekerschaft den Deutschen Behindertensportverband und damit viele Einzelsportler und Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und Lokalebene. »Weil viele behinderte Sportler auch unsere Patienten sind und Vorbild für unsere nicht behinderten Patienten sein können«, so Schmidt. Dass der Weg nach Olympia für behinderte Sportler besonders steinig ist, beweist eine Reportage im gleichen Heft. Sie stellt den sehbehinderten Mittelstreckenläufer Frank Hoffmann und seinen Kampfgeist eindrucksvoll vor.

Alles für einen starken Rücken, 15.4.2012

Vier von fünf Deutschen haben mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. Dass unsere Wirbelsäule nicht nur uns aufrecht, sondern auch einiges aushält, darüber informiert die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. April 2012. Die gute Nachricht in Sachen Rückenschmerzen: »Eine Operation ist nur in etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle sinnvoll«, erklärt Dr. Carsten Stüer, Leitender Oberarzt am Wirbelsäulenzentrum des Krankenhauses Winsen.
Das beste Mittel gegen Rückenschmerzen ist Bewegung. Körperliche Aktivität stärkt die Muskeln. Je kräftiger dieses »Muskelkorsett« ist, desto besser kann es die Wirbelsäule stabilisieren und sie gleichzeitig beweglich halten. Band­scheiben, Wirbel und Gelenke brauchen ebenfalls Bewegung, um funktionieren zu können.
Um den Teufelskreis von mangelnder Bewegung, Rücken­schmerzen und noch weniger Bewegung zu durchbrechen, ist Schonung der falsche Weg. Stüer: »Hier steht die Bekämpfung der Schmerzen im Vordergrund. Dies geschieht zum Beispiel mit Medikamenten, aber auch mit Kälte- oder Wärmean­wendungen, Massagen, Krankengymnastik oder speziellen Rückenübungen. Darüber hinaus können Aku­punktur, alternative Therapien wie die sogenannte transkutane elektrische Nerven-Stimulation (TENS) oder eine Reizstrom­behandlung Linderung verschaffen.«
Doch die Selbsttherapie hat Grenzen. Bei anhaltenden starken Schmerzen, nach einem Sturz oder Taubheitsgefühlen und Stichen in den Armen und Beinen sollten Betroffene schnellstmöglich den Arzt aufsuchen. Das gilt auch dann, wenn Schmerzen zusammen mit Fieber und einem starken Krankheitsgefühl auftreten.

Vaginalpilz: ein intimes Problem, 15.4.2012

»Vaginale Pilzinfektionen gehören zu den häufigsten Frauenleiden.« Darauf macht Professor Dr. Hans-Jürgen Tietz in der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. April 2012 aufmerksam. Laut dem Leiter des Instituts für Pilzkrankheiten in Berlin leiden drei Viertel aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben an einem Scheidenpilz, die meisten sogar mehrfach. »Die Infektionen sind zwar nicht bedrohlich, mindern aber die Lebensqualität erheblich. Viele Frauen sprechen darüber nicht, suchen die Schuld bei sich und verzweifeln, wenn die Infektion wiederkommt.«
Zu den wichtigsten Symptomen zählen Juckreiz und Brennen, spürbar im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane und des Scheideneingangs. Zudem treten häufig vermehrter Ausfluss, Rötungen und Schwellungen auf. Die gute Nachricht: Eine Pilzinfektion lässt sich heilen. »Es gibt Medikamente, sogenannte Antimykotika, die den Erreger beseitigen. Voraussetzung ist, dass die Diagnose stimmt und der Pilz effektiv behandelt wird«, erklärt Tietz. In der Apotheke gibt es eine Reihe von rezeptfreien Medikamenten, um Vaginalpilze zu behandeln. Sie enthalten die Wirkstoffe Clotrimazol oder Nystatin.
Generell sollten Frauen laut dem Berliner Pilzexperten einen Arzt aufsuchen, wenn sich die Beschwerden nicht bessern. Dies gilt auch, wenn die Probleme immer wiederkehren, die Infektion in der Schwangerschaft auftritt oder Fieber und Schmerzen im Unterbauch hinzukommen.

Keine falsche Scham bei Harninkontinenz, 1.4.2012

Jede vierte Frau und jeder zehnte Mann sind inkontinent, können also den Harnabgang nicht mehr willentlich steuern. Für viele Menschen ist Harninkontinenz immer noch ein Tabuthema, das man besser totschweigt. Dass es sich lohnt, darüber mit Fachleuten wie einem Urologen oder Gynäkologen zu sprechen, dafür sensibilisiert die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. April 2012.
Viele Betroffene nehmen an, dass es keine Hilfe gibt. Sie akzeptieren ihr Problem als unumgängliche Alterserscheinung, mit der man eben zurechtkommen muss, indem man die Wäsche mit Hygieneartikeln schützt. Sie vertrauen sich noch nicht einmal ihrem Partner an, geraten so in eine Isolation und sind ganz allein mit ihren Sorgen. Doch die meisten Betroffenen könnten erfolgreich therapiert werden, ihr Problem geheilt oder doch zumindest erheblich gebessert werden, so dass sie wieder unbeschwert am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten. Sie müssen nur über ihre Beschwerden reden und von den vielfältigen Hilfsmöglichkeiten wissen. Selbst bei neurogen bedingten Störungen wie Blasenschwäche aufgrund einer Multiplen Sklerose oder Querschnittslähmung liegt der Behandlungserfolg über 80 Prozent, falls alle Therapieoptionen ausgeschöpft werden.
Ein erfahrener Urologe oder Gynäkologe kann Ausmaß, Anlass und Begleitumstände des unkontrollierten Harnverlusts richtig einordnen und auf Grundlage von speziellen Diagnoseverfahren wie Messungen des Blasendrucks eine geeignete Therapie auswählen. »Mit verschiedenen konservativen Behandlungsmöglichkeiten wie Medikamenten, Beckenbodengymnastik und unterschiedlichen Operationsmethoden steht den Medizinern eine Vielzahl an Therapieoptionen zur Verfügung«, erläutert Professor Dr. Heinz Kölbl, Zweiter Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.

Diskretion in der Apotheke groß geschrieben, 1.4.2012

Über gesundheitliche Beschwerden ganz ohne Hemmungen zu sprechen, dürfte den meisten Personen schwer fallen. Erst recht, wenn in der Offizin noch andere Kunden darauf warten, bedient zu werden. Was Apotheken leisten, um ein diskretes Beratungsumfeld zu schaffen, erklärt Gabriele Regina Overwiening in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. April 2012.
Die meisten Patienten schätzen eine Beratung im Schutze der Vertraulichkeit – seien es Eltern, deren Kind von Kopfläusen heimgesucht wurde, oder seien es Kunden, die sich zum Thema Verhütung, Wechseljahresbeschwerden oder Hämorrhoiden informieren wollen, weiß Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, aus ihrer langjährigen Erfahrung. Apotheker schaffen Diskretion, indem sie bei der Inneneinrichtung darauf achten, getrennt voneinander liegende Beratungsplätze anzubieten. Dabei müssen die innenarchitektonischen Möglichkeiten des Schallschluckens ausgenutzt werden. »Wir haben bereits 2009 in Münster einen Ideenwettbewerb gestartet und viele Lösungen gesichtet – von Diskretionszonen über einzeln stehende Beratungsterminals bis zu Beratungskabinen, die per Knopfdruck Sichtschutz gewähren.« Die schnellste und einfachste Lösung sind Diskretionsstreifen auf dem Fußboden oder Wartezonenschilder. Zudem verfügt jede Apotheke über ein separates Beratungszimmer.
Die Apothekenmitarbeiter werden regelmäßig geschult und fortgebildet, Beratungsgespräche über vermeintliche Tabuthemen zu führen. Dabei werden dem pharmazeutischen Fachpersonal Fein- und Fingerspitzengefühl vermittelt, wie solchen Patienten gegenüberzutreten ist. Die Mitarbeiter entwickeln ein Gefühl dafür, wann sich ein Gespräch über ein heikles Thema anbahnt. Overwiening: »Es wäre doch fatal, wenn ein Patient die Apotheke aus Schamgefühl wieder verließe – und dann auf die Beratung über die richtige Einnahme, Wirkung und etwaige Nebenwirkungen des Arzneimittels verzichtet.«

Neue Hoffnung für Osteoporose-Patienten, 15.3.2012

Osteoporose-Patienten können optimistisch in die Zukunft schauen. In den nächsten Jahren werden mehrere neue Substanzen gegen den Knochenschwund auf den Markt kommen. Einige wirken neu, andere sind alte Bekannte, die man weiterentwickelt hat. Über den aktuellen Stand informiert die neue Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. März 2012.
Unter den bislang verfügbaren Osteoporose-Medikamenten gehören die Bisphosphonate zu den effektivsten. Doch diese Wirkstoffe, die den Knochenabbau stoppen, haben auch Nachteile. Die Patienten müssen sie nüchtern mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück und im Stehen mit einem vollen Glas Wasser einnehmen. Anschließend dürfen sich die Patienten wegen der Gefahr von Verätzungen der Speiseröhre nicht direkt wieder hinlegen. Da dieses Prozedere sehr umständlich ist, nehmen relativ viele Patienten diese sehr wirksamen Substanzen gar nicht erst ein. Abhilfe erhofft man sich nun, indem man Bisphosphonate wie Alendronsäure in einer anderen Darreichungsform verabreicht. So gibt es Alendronsäure nun als Brausetablette. Die Flüssigkeit lässt sich in kleinen Schlucken trinken. Mit der Brauseformulierung soll die Gefahr sinken, dass Teile des Wirkstoffs in der Speiseröhre haften bleiben und sie reizen.
Ein neues Gewand hat auch ein anderer älterer Arzneistoff bekommen: Lachs-Calcitonin, ein Wirkstoff, der den Knochenaufbau anregt. Statt wie bislang als Nasenspray lässt sich Calcitonin nun auch als Tablette einnehmen. Noch in der Entwicklung befinden sich Arzneistoffe mit neuartigen Wirkprinzipien. Dazu gehören sogenannte Sklerostin-Antikörper und Kalzilytika, die beide den Wiederaufbau von Knochen­+masse anregen sollen. Die neue Substanz Odanacatib hemmt dagegen einen Botenstoff, der den Knochenabbau begünstigt. Alle drei Wirkstoffe sind für Frauen mit Osteoporose nach den Wechseljahren gedacht.

Gesund in Urlaub mit der Apotheke, 15.3.2012

»Ich packe in meinen Koffer die Reiseapotheke.« Wer diesen variierten Kinderspruch beherzigt, hat im Notfall die richtigen Arzneimittel dabei. Apotheker helfen bei der Zusammenstellung, beraten aber auch über notwendige Reiseimpfungen. Über diesen besonderen Service informiert Mathias Arnold in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. März 2012.
»Was neben individuell erforderlichen Arzneimitteln in die Reiseapotheke gehört, ist vom Reiseziel und der Art des Urlaubs abhängig«, sagt der Vorsitzende des Apothekerverbands Sachsen-Anhalt. Ein Strandurlaub in Andalusien mit der Familie bringt andere Anforderungen mit sich als eine Trekkingtour durch Nepal. »Idealerweise lassen sich Patienten zwei Monate vor Reiseantritt beraten, dann hat der Arzt noch genügend Zeit für alle Reiseimpfungen. Aber auch Last-Minute-Urlauber profitieren von einer Impfberatung, die viele Apotheken als Dienstleistung anbieten.«
Arnold rät, die Reiseapotheke ins Handgepäck zu nehmen. Nicht selten landen Koffer in anderen Flugzeugen und gelangen erst Tage später an das Ziel oder gehen gar verloren. Für Reisende, die dringend auf ihre Medikamente angewiesen sind, wie Diabetiker, kann das fatale Folgen haben. »Allerdings dürfen bei einer Flugreise wegen der Sicherheitsbestimmungen im Handgepäck nur geringe Mengen an Tropfen, Säften oder Salben mitgenommen werden«, erinnert Arnold. Wer seine Medikamente zu einem festen Zeitpunkt einnehmen muss, wie die Antibabypille, bekommt in der Apotheke hilfreiche Tipps für eine Fernreise mit Zeitverschiebung.

Die besten Tipps gegen Heuschnupfen, 5.3.2012

Derzeit sind es hauptsächlich die Pollen von Erle und Hasel, die für die typischen Heuschnupfen-Symptome sorgen. Voraus­sichtlich bis Ende März greifen dann die Birken ins Allergiegeschehen ein. Welches Antiallergikum bringt schnelle und effektive Hilfe? Und sind die Beschwerden besser lokal oder systemisch anzugehen? Darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer Ausgabe vom 1. März 2012.
Sind die Beschwerden leicht bis mäßig ausgeprägt, sind sogenannte Antihistaminika die Mittel der Wahl. Moderne Arzneistoffe wie Cetirizin und Loratadin machen kaum mehr müde, wenn sie eingenommen werden. Ihre Wirkung setzt rasch ein und hält über 12 bis 24 Stunden an. Juckreiz, laufende Nase und Augensymptome werden zuverlässig gemindert. Aber: Die verstopfte Nase kann mitunter nicht ausreichend frei werden. Deshalb können die Antihistaminika zu Beginn der Therapie kurzzeitig (bis sieben Tage) mit abschwellenden Nasentropfen kombiniert werden. Die Präparate sollten angewendet werden, wenn nicht nur Augen und Nase in Mitleidenschaft gezogen sind, sondern auch der übrige Organismus. So schlafen viele Pollenallergiker schlecht, sind tagsüber müde und schlecht belastbar. Machen dagegen eher nur Nase und Augen Probleme, erzielen Antihistaminika in Form von Nasenspray oder Augentropfen gute Ergebnisse.
Für mäßige bis starke Beschwerden, die zudem längerfristig andauern, sind sogenannte Glucocorticoide für die Nase eine gute Wahl. Beclometason ist ohne Rezept erhältlich. Besonders zuverlässig wirkt es gegen eine verstopfte Nase. Allerdings benötigt es mindestens 24 Stunden Zeit, bis die Wirkung langsam einsetzt. Beclometason sollte nicht nach Bedarf, sondern für bestimmte Zeit kontinuierlich angewandt werden, sonst ist es wirkungslos.

Individuelle Arzneimittel aus der Apotheke, 5.3.2012

Etwa 16 Millionen Rezepturen, also Arzneimittel, die individuell für den jeweiligen Patienten maßgefertigt werden, stellen Deutschlands Apotheker jedes Jahr für ihre Patienten her. Dabei ist jede Apotheke jederzeit in der Lage, solche Rezepturen anzufertigen. Auch nachts oder an Feiertagen. »Denn Krankheit hält sich nicht an Öffnungszeiten«, erklärt Dr. Andreas Kiefer diesen besonderen Apothekenservice in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustriertem vom 1. März 2012.
Mit diesen Rezepturen schließen die öffentlichen Apotheken Lücken in der Produktpalette der industriell hergestellten Medikamente, sagt der Vorsitzende der Kommission des Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC), des Neuen Rezeptur Formulariums (NRF) und des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI). Besonders Kinder, Menschen mit Hautkrankheiten oder schwerstkranke Menschen sind auf Rezepturen angewiesen. »Stellen Sie sich vor, ein Kleinkind leidet an einer Herzkrankheit. Die typischen Tabletten zur Behandlung gibt es aber nur für Erwachsene. Die darf das Kind wegen der zu hohen Dosis aber nicht einnehmen. Hier hilft der Apotheker. Er kann aus dem Wirkstoff Kapseln herstellen, die den Wirkstoff in kindgerechter Dosierung enthalten. Für die pharmazeutische Industrie lohnt es sich oft nicht, Kinderarzneimittel herzustellen, da das bei kleinen Patientengruppen nicht profitabel ist«, erklärt Kiefer.
In Sicherheit und Qualität stehen die Rezepturen industriell hergestellten Arzneimitteln in nichts nach. Die herstellenden Apotheker müssen sich an Leitlinien halten, die die Bundesapothekerkammer zur Anfertigung erarbeitet hat. Außerdem gibt es eine von Experten ständig erweiterte und aktualisierte Sammlung bewährter Rezepturvorschriften, das sogenannte Neue Rezeptur Formularium, kurz NRF genannt. Hier schlägt der Apotheker nach, wie eine bestimmte Rezeptur anzufertigen ist.

Herzinfarkt: Im Notfall schnell handeln, 15.2.2012

Jeder dritte Mensch, der einen Herzinfarkt erleidet, stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht. Die meisten Patienten zögern zu lange, bis sie ärztliche Hilfe anfordern. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt deshalb, sich für den Notfall sechs Punkte einzuprägen. Darüber informiert die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Februar 2012.
1. Beim geringsten Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort den Notarzt unter der 112 anrufen – auch in der Nacht, auch am Wochenende oder an Feiertagen.
2. Sofort den Notarzt, nie den Hausarzt anrufen: Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Möglichst ohne Zeitverzögerung muss der Betroffene ins rettende Krankenhaus eingeliefert werden. Wer Nachbarn, Verwandte oder den Hausarzt anruft, verliert Zeit, die sich als lebensrettend herausstellen kann.
3. Vorsicht: Nicht den Rettungsdienst mit dem »Ärztlichen Not- oder Bereitschaftsdienst« verwechseln!
4. Beim Anruf unter 112 den Verdacht auf Herzinfarkt äußern. Dann wird umgehend ein Rettungswagen geschickt.
5. Für Rückfragen immer Namen, Adresse und Telefonnummer hinterlassen. Rückfragen abwarten.
6. Niemals selbst oder sich von Verwandten ins Krankenhaus fahren lassen. Tritt das lebensbedrohliche Kammerflimmern auf, kann nur der Defibrillator helfen. Jeder Rettungswagen ist damit ausgestattet.
Und: Bereits zu Hause wird der Patient von den Rettungskräften versorgt. Die Therapie setzt dann meistens bereits im Rettungswagen ein. Nur die Patienten, die schnell kommen, profitieren von den Fortschritten der modernen Infarkttherapie.

Erkältung homöopathisch behandeln, 15.2.2012

Symptome eines banalen grippalen Infekts wie Hals‑, Gliederschmerzen und Schnupfen lohnen einen homöopathischen Behandlungsversuch. Welche Mittel sich dafür eignen, erklärt Apothekerin Karin Graf, Vorstandsmitglied der ABDA ‑ Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände ‑ in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Februar 2012.
»Bei unspezifischen Krankheitsbildern wie Erkältungen sind Homöopathika für mich die erste Wahl, da sie gegen viele Symptome gleichzeitig wirken«, erklärt Graf. Die Auswahl eines homöopathischen Arzneimittels richtet sich nach der individuellen Ausprägung des grippalen Infekts. So rät Graf zu Präparaten mit Aconitum, wenn die Erkältungssymptome von trockener, heißer Haut begleitet werden und wenn der Patient friert und Fieber schnell ansteigt. Aconitum kommt auch dann zum Einsatz, wenn betroffene Kinder sehr unruhig und ängstlich sind. Dagegen sollte man zu Belladonna greifen, wenn die Haut heiß und feucht ist oder wenn das Kind Fieber-Fantasien entwickelt. Machen Gliederschmerzen zu schaffen, empfiehlt die Apothekerin Eupatorium.
Vor der Anwendung von Homöopathika ist der Apotheker um Rat zu fragen. Er kann beurteilen, ob vielleicht doch ein Arztbesuch notwendig ist. Graf: »Mehr als 3000 Apotheker haben sich in Deutschland durch spezielle Fort- und Weiterbildungen in Homöopathie qualifiziert und sind deshalb ausgewiesen Fachleute in Sachen homöopathische Behandlungsweise.«

So geht der Husten wieder weg, 5.2.2012

Der Körper verfügt über ein eigenes Reinigungssystem, das die Bronchien sauber hält. Ist dieses System überlastet oder behindert, tritt ein Ersatzmechanismus in Kraft: Husten. Welche Medikamente helfen, das bronchieneigene Abwehrsystem wieder anzuwerfen und damit den Husten schneller vorübergehen zu lassen, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Medikamente, die das körpereigene Reinigungssystem wieder zum Laufen bringen und das Abhusten von Sekret unterstützen, sind bei einem akuten Erkältungshusten die richtige Wahl. Das können zum Beispiel die chemisch-synthetischen Arzneistoffe Ambroxol und Acetylcystein (ACC) sein. Aber auch die Natur kann Hilfe bieten: So lassen zum Beispiel Arzneimittel, die Extrakte aus Efeu, Thymian, Primelwurzel oder der Kapland-Pelargonie enthalten, eine Bronchitis schneller ausheilen. Auch ätherische Öle in Form von Arzneimitteln haben in validen Studien bewiesen, dass sie das Sekret am Laufen halten, wie Cineol aus Eukalyptusöl und Myrtol aus einer Myrtenart.
Professor Dr. Jürgen Fischer, Ärztlicher Direktor der Nordseeklinik Norderney, rät: »Die Behandlung hängt von der Art der akuten Bronchitis ab. Handelt es sich um einen banalen Infekt, reicht eine symptomatische Behandlung, um den Schleim in den Atemwegen flüssig zu halten. Substanzen wie Ambroxol, ACC oder manche pflanzlichen Arzneimitteln lösen den zähen Schleim, so dass man ihn besser abhusten kann. Handelt es sich um einen bakteriellen Infekt, womöglich mit Fieber, muss der Hausarzt zu Rate gezogen werden und eventuell ein Antibiotikum einsetzen.«

Walking und Weißdorn gegen Herzschwäche, 15.1.2012

Moderater Sport und Präparate, die einen speziellen Weißdorn-Extrakt enthalten, können in Kombination die Symptome einer beginnenden Herzschwäche effektiv verbessern. Das teilt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012 mit.
Mit dem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Herzens ab. Das Herz benötigt Energie und Sauerstoff, um arbeiten zu können. Seine Energie gewinnt es, indem es Fettsäuren oder Zucker verwendet. Allerdings entstehen bei der Fettsäuren-Umwandlung Stoffwechselprodukte, die zu Herzrhythmus­störungen führen können, wenn nicht genügend Sauerstoff im Herzmuskel bereitsteht. »Hier greift Weißdorn ein«, sagt Professor Dr. Vera Regitz-Zagrosek von der Berliner Charité. Mit Hilfe von Weißdorn nutzt das Herz wieder mehr Zucker, um Energie zu gewinnen. Schädliche Abbauprodukte durch den Fettsäure-Weg fallen erst gar nicht an. Und: »Durch die Umstellung von Fett- auf Zuckerstoffwechsel kann mit derselben Menge Sauerstoff mehr Energie freigesetzt werden.«
Diese im Labor nachgewiesenen Befunde machen sich in der Praxis bemerkbar. Patienten mit beginnender Herzschwäche, die neben einem regelmäßigen Walking-Training zusätzlich einen standardisierten Weißdorn-Extrakt einnehmen, sind leistungsfähiger als die Patienten, die nur Sport betreiben.

Walking und Weißdorn gegen Herzschwäche, 5.1.2012

Moderater Sport und Präparate, die einen speziellen Weißdorn-Extrakt enthalten, können in Kombination die Symptome einer beginnenden Herzschwäche effektiv verbessern. Das teilt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2012 mit.
Mit dem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Herzens ab. Das Herz benötigt Energie und Sauerstoff, um arbeiten zu können. Seine Energie gewinnt es, indem es Fettsäuren oder Zucker verwendet. Allerdings entstehen bei der Fettsäuren-Umwandlung Stoffwechselprodukte, die zu Herzrhythmusstörungen führen können, wenn nicht genügend Sauerstoff im Herzmuskel bereitsteht. »Hier greift Weißdorn ein«, sagt Professor Dr. Vera Regitz-Zagrosek von der Berliner Charité. Mit Hilfe von Weißdorn nutzt das Herz wieder mehr Zucker, um Energie zu gewinnen. Schädliche Abbauprodukte durch den Fettsäure-Weg fallen erst gar nicht an. Und: »Durch die Umstellung von Fett- auf Zuckerstoffwechsel kann mit derselben Menge Sauerstoff mehr Energie freigesetzt werden.«
Diese im Labor nachgewiesenen Befunde machen sich in der Praxis bemerkbar. Patienten mit beginnender Herzschwäche, die neben einem regelmäßigen Walking-Training zusätzlich einen standardisierten Weißdorn-Extrakt einnehmen, sind leistungsfähiger als die Patienten, die nur Sport betreiben.

Winter-Wellness in der Badewanne wirkt heilend, 15.12.2011

Eintauchen und genießen: Ein duftendes Bad bedeutet mehr als Körperreinigung, es ist die reine Wohltat. Es kann entspannen oder anregen, es lässt die Seele baumeln und lässt sich sogar als Therapie nutzen. Wie das funktioniert, erklärt die Neue Apotheken Illustrierten vom 15. Dezember 2011.
Badezusätze gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Ihre Paradedisziplin ist die Therapie von grippalen Infekten. Meist enthalten sie Pflanzeninhaltsstoffe, deren ätherische Öle sich auch solo in das warme Badewasser geben lassen. Erkältungsgeplagte können wieder aufatmen. Wissenschaftlich fundierte Daten liegen beispielsweise für Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Kiefernnadelöl, Myrtol und Thymianöl vor. Sie wirken schleimlösend, erleichtern das Abhusten und verbessern den körpereigenen Reinigungsmechanismus des Atemtraktes. Zusätzlich besitzen sie leicht antimikrobielle Effekte. Schon nach 10 Minuten Baden gelangen die Wirkstoffe ins Blut.
Um den Badewannen-Effekt maximal auszunutzen, gilt es, einige Regeln einzuhalten. So sollte man erst die Wanne volllaufen lassen und dann erst den Badezusatz oder das ätherische Öl zugeben. Wird ätherisches Öl verwendet, dann bitte nicht pur zutropfen, sondern erst 5 Tropfen davon in 75 ml Sahne oder 1 Esslöffel Vollmilch verrühren und dann ins Wasser geben. Diese Mischung sorgt dafür, dass das eigentlich nicht wasserlösliche ätherische Öl nicht obenauf schwimmt. Das Badewasser sollte eine Temperatur zwischen 35 und 38 Grad Celsius betragen. Die optimale Badezeit beträgt maximal 15 Minuten.

Lungenentzündung rechtzeitig erkennen, 1.12.2011

Besonders bei älteren Menschen verlaufen Lungenentzündungen oft ohne die typischen Anzeichen wie vehementer Husten oder Fieber. Eine unspezifische Abgeschlagenheit ist dann mitunter das einzige Indiz, so dass erst spät mit der Behandlung begonnen werden kann. Wie sich vorbeugen lässt, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Dezember 2011.
Eine Lungenentzündung kommt nicht gerade selten vor; zwischen 400 000 und 600 000 Patienten erkranken jedes Jahr daran. Vor allem für ältere Patienten ist sie gefährlich: Etwa zwei Drittel der Patienten, die an einer Lungenentzündung versterben, sind älter als 80 Jahre. Das mag daran liegen, dass das Immunsystem mit den Jahren allgemein an Schlagkraft verliert. Zudem sind Senioren oft durch chronische Krankheiten wie Herzschwäche oder Beeinträchtigungen der Atemwege ohnehin geschwächt. Das macht diese Altersgruppe anfälliger für Komplikationen.
Vorbeugen lässt sich nur durch eine Impfung gegen Pneumokokken. Das sind Bakterien, die häufig die Ursache von Lungenentzündung sind. Experten empfehlen die Impfung allen Personen ab 60 Jahren. Alle fünf Jahre muss sie aufgefrischt werden. Den Impfschutz komplettieren würde eine Grippe-Impfung.

Erdnuss-Allergie abschwächen, 1.12.2011

Bereits geringste Mengen von Erdnüssen können bei allergischen Menschen heftige und sogar lebensbedrohliche Beschwerden auslösen. Dank Medizinern der Charité Berlin gibt es jetzt Hoffnung, den Betroffenen zukünftig einmal mit einer speziellen Gewöhnungstherapie helfen zu können, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Dezember 2011.
»Schon vor zwanzig Jahren hat man versucht, Erdnuss-Allergikern genauso wie Pollen- oder Insektengift-Allergikern Extrakte mit Allergie-Auslösern zu spritzen, um das Immunsystem daran zu gewöhnen. Das brachte zwar einen Effekt, doch waren die Nebenwirkungen untragbar hoch«, informiert Dr. Katharina Blümchen von der Berliner Charité.
Ihre Arbeitsgruppe wagte nun einen neuen Versuch. Allerdings wurde der Extrakt den Patienten nicht gespritzt, sondern in Mini-Mengen zu essen gegeben. Im Verlauf mehrerer Monate wurde die Dosis in vierzehntägigem Abstand langsam gesteigert. Von den 23 teilnehmenden Kindern haben am Ende der Studien 14 Kinder Erdnüsse toleriert. Dr. Blümchen: »Diese Kinder und Jugendlichen haben am Anfang bei durchschnittlich einer viertel Erdnuss reagiert, zum Ende der Studie waren es dann im Mittel vier Erdnüsse.« Da Erdnüsse in Spuren in vielen Lebensmitteln vorkommen, wäre das ein großer Fortschritt für alle Betroffenen.

Gesundheit aus der Stille, 15.11.2011

Ruhe, Einfachheit und Regelmäßigkeit im Alltag wie in einem Kloster können heilend wirken. Die Besinnung auf sich selbst schafft Ordnung und Klarheit im Kopf und macht Platz für neue Kraft. Wer regelmäßig meditiert, wird älter und bleibt gesünder, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. November 2011.
Das beruht vermutlich auf der Synchronisation von Hirnwellen, die normalerweise nicht im gleichen Takt schwingen. Studien zeigen, dass das nicht nur bei lang und intensiv übenden Mönchen der Fall ist. So hatten Mitarbeiter einer Biotechnologie-Firma nach einem zweimonatigen Achtsamkeitstraining ein stärkeres Immunsystem und eine positivere Lebenseinstellung. Alle Studien zur Auswirkung der Meditation auf das Gehirn zeigen, dass Volumen und Dichte der grauen Substanz im Gehirn wachsen. Außerdem wird über die Regulation der Atmung bei der Meditation das Regelsystem von Herz und Kreislauf harmonisiert.
Die Erfahrung zeigt: Viele, die Ruhe und Besinnung im Kloster und bei Meditationen suchen, sind über 50 Jahre alt. Das ist auch gut so, denn gerade in dieser Altersklasse wird man verstärkt von psychosomatischen Erkrankungen heimgesucht. Untersuchungen zufolge interessiert sich jeder zehnte Manager für Meditation.

Normaler Blutdruck verhütet Schlaganfall, 1.11.2011

Je höher der Blutdruck, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu bekommen. Auf diesen Zusammenhang weist Professor Dr. Peter Trenkwalder, Chefarzt der Medizinischen Klinik des Klinikums Starnberg, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. November 2011 mit dem Schwerpunktthema Schlaganfall hin.
Dauerhaft zu hoher Blutdruck ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für Schlaganfall. »Gerade bei kleinen Schlaganfällen, die oft lokal und durch Gerinnsel ausgelöst werden, spielt Bluthochdruck als Risikofaktor eine vorherrschende Rolle. Das Gleiche gilt für instabile Ablagerungen im Bereich der Halsschlagader«, erklärt Trenkwalder.
»Das Risiko eines Schlaganfalls steigt mit dem Blutdruck linear an und ist bei einem oberen, systolischen Blutdruckwert beispielsweise von 180 mmHg fünfmal höher als bei einem Wert von 125 oder 130 mmHg. Doch wenn man den Blutdruck bei der Mehrzahl der Patienten unter 140/90 mmHg und bei den über 80-Jährigen unter 150/90 mmHg absenkt, wird man besonders die beiden schwerwiegenden Hochdruckfolgen Schlaganfall und Herzschwäche gut verhüten können.« Dauerhafte Gewichtsabnahme bei Übergewicht, mehr Bewegung, Nikotinverzicht, eine gute Blutzuckereinstellung bei Diabetes und eine individuell angepasste Bluthochdruck-Therapie reduzieren die Blutdruckwerte dauerhaft und zuverlässig.

Kinderzahnpflege: Früh übt sich, 15.10.2011

Auch wenn sie wieder ausfallen: Die Pflege der Milchzähne ist genauso wichtig wie die Gesunderhaltung der bleibenden Zähne. Welche Utensilien man dazu braucht, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Oktober 2011. Ab dem zweiten Geburtstag sollten die Kinder ihre Zähne zweimal täglich mit einer Zahnpasta putzen, die Fluorid enthält. Dieses härtet den Zahnschmelz. »Die lokale Wirkung des Fluorids auf den Zahnschmelz ist viel besser, als wenn man es in Form von Tabletten zuführt. Zudem sind die Fluorid-Dosierungen in Kinderzahnpasten nicht so hoch, dass gesundheitliche Schäden entstehen könnten. Selbst wenn die Zahnpasta verschluckt wird«, macht Professor Dr. Christian Hirsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, klar. Er empfiehlt den Kindern beizubringen, selbst zu putzen. Doch »bis ins Schulalter sollten die Eltern das Zähneputzen kontrollieren und auch gegebenenfalls nachputzen«, rät Hirsch. Geputzt wird am besten mit einer Bürste, die mittelweiche Kunststoffborsten trägt. Elektrische Zahnbürsten hält der Experte für entbehrlich. Zweimal im Jahr, mindestens jedoch einmal jährlich, sollten Kinder zur Routinekontrolle beim Zahnarzt. Und das bereits schon im ersten Lebensjahr. Hirsch: »Der Zahnarzt kann so kontrollieren, ob sich das Milchgebiss regelrecht entwickelt, ob es Kieferverformungen gibt oder Frühformen von Karies vorliegen.«

Die beste Pflege für die Zähne, 5.10.2011

Ein gesunder Zahn wird nicht krank. Jeder hat es mit Bürste und Co. im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand, ob Karies und Parodontitis dem Zahn etwas anhaben können. Wie die perfekte Pflege funktioniert und welche Utensilien dabei helfen, ist in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Oktober 2011 zu lesen.
Zahnbürste und -creme sind die klassischen Waffen im Kampf gegen Zahnerkrankungen. Zu empfehlen sind Bürsten mit mittelharten, abgerundeten Kunststoffborsten, damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird. Elektrische Zahnbürsten mit rotierenden oder oszillierenden Bürsten haben den Vorteil, dass sie die Putzbewegung bis zu den Zahnzwischenräumen automatisch ausführen. Wichtig: Zahnbürsten sollten im Schnitt alle acht Wochen gewechselt werden. Hatte man einen grippalen oder anderen Infekt, gehört anschließend ebenfalls eine neue Zahnbürste in den Putzbecher.
Die Tücke liegt in der Lücke: Zu einer optimalen Mundhygiene gehört mehr als Bürste und Creme. Denn die Bürste kann nur drei Fünftel der Zahnoberfläche effektiv reinigen. Die anderen zwei Fünftel in den Zahnzwischenräumen bleiben außen vor. Hier helfen Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Vorteil von Mundspüllösungen ist, dass sie Zahnflächen erreichen, die der Bürste entgehen. Sie sind jedoch nur als Ergänzung zum Zähneputzen gedacht. Ein spezieller Zungenreiniger entfernt auch dort hartnäckige Bakterien.

Sodbrennen richtig behandeln, 15.9.2011

Es gibt drei Medikamentengruppen gegen Sodbrennen, die Patienten rezeptfrei in der Apotheke erhalten: Antazida, H2-Antihistaminika und Protonenpumpeninhibitoren (PPI). Welches Präparat das jeweils geeignete ist, hängt vor allem davon ab, wann, wie häufig und mit welcher Intensität die Beschwerden auftreten, erklärt Dr. Eric Martin, Apotheker aus Marktheidenfeld, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. September 2011.
Antazida sind für diejenigen geeignet, die ihr Sodbrennen rasch loswerden wollen. Sie wirken in Minutenschnelle, allerdings hält ihr Effekt nur maximal bis vier Stunden an, informiert Martin. Damit eignen sie sich besonders für gelegentlich auftretendes Sodbrennen sowie leichtere Beschwerden. Ganz so schnell wie Antazida wirken H2-Antihistaminika nicht, dafür aber lang anhaltend sechs bis zehn Stunden. Deshalb sind sie vor allem für Patienten geeignet, denen die Beschwerden vor allem nachts zu schaffen machen. Auch für die Bedarfstherapie sind sie ein guter Tipp.
Am umfassendsten und stärksten wirken jedoch die sogenannten »PPI«, sagt Martin. Ihre Wirkung hält zwischen ein und drei Tagen an, dafür ist kein Soforteffekt zu erwarten. Sie sind deshalb für Patienten geeignet, die häufiger und stärkere Beschwerden haben und nicht nur sporadisch unter Sodbrennen leiden. Tritt nach zwei Wochen keine Linderung ein, ist der Gang zum Arzt empfehlenswert.

Neues aus der Demenz-Forschung, 1.9.2011

Ein Durchbruch in der Therapie der Alzheimer-Demenz ist bis heute nicht wirklich gelungen. An welchen Konzepten Forscher derzeit arbeiten, um die Krankheit möglichst frühzeitig in den Griff zu bekommen, erfahren Leser der Neuen Apotheken Illustrierten in einer großen Sonderstrecke der aktuellen Ausgabe vom 1. September 2011.
Dass die therapeutischen Möglichkeiten bisher so begrenzt sind, liegt vor allem daran, dass eine Alzheimer-Demenz derzeit generell zu spät diagnostiziert wird. Erkannt wird sie oft erst in einem Stadium, in dem Nervenzellen im Gehirn bereits empfindliche Einbußen erlitten haben oder gänzlich tot sind. Die Forschung arbeitet deshalb an Methoden, Vorboten der Alzheimer-Krankheit früher zu diagnostizieren. Dabei könnte der sogenannte PET-Scan hilfreich sein, erklärt Professor Dr. Christine von Arnim, Leiterin der Gedächtnissprechstunde an der Neurologischen Klinik der Universität Ulm.
»Man testet dabei Sonden, die für Alzheimer typische Amyloid-Ablagerungen im Gehirn markieren.« Und zwar bevor sich Krankheitssymptome offenbaren. Manko: Nicht jeder Mensch mit den typischen gefundenen Ablagerungen bekommt auch Alzheimer.
»Gesunde Menschen, bei denen man mit PET-Scans die Ablagerungen findet, werden deswegen derzeit im Rahmen von Studien in in jährlichen Abständen untersucht, ob sich eine Demenz entwickelt. »Die Hoffnung ist, dass man mit den PET-Scan Patienten erkennt, die tatsächlich die Frühform einer Alzheimer-Demenz haben, aber noch keine Symptome«.

Neue Darmkrebs-Detektive, 15.8.2011

Darmkrebs ist die einzige Krebsart, die sich durch Vorsorge annähernd verhindern lässt. Doch viele Patienten empfinden die Darmspiegelung als unangenehm. Wissenschaftler suchen deshalb nach neuen Methoden, dem Darmkrebs frühzeitig auf die Schliche zu kommen. Darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. August 2011.
So arbeitet man heutzutage an manchen Zentren mit Endoskopen, die mit Hightech-Kameras arbeiten, informiert Professor Dr. Jürgen Riemann vom Klinikum der Stadt Ludwigshafen. Durch deren extrem hohe Auflösung lassen sich viele krankhafte Veränderungen in der Darmschleimhaut in einem sehr frühen Stadium erkennen. Je früher der Arzt Darmkrebs und seine Vorstufen entdeckt, desto besser ist die Prognose. Nach den Ausführungen Riemanns könnten außerdem in rund sechs Jahren Tests zur Verfügung stehen, die bereits im Blut bestimmte Vorstufen von Darmtumoren aufspüren können. Auch von einer Minikamera, die in einer Tablette verpackt ist und geschluckt wird, erhofft man sich Informationen über das genaue Innenleben des Darms.
Eine virtuelle Darmspiegelung mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie ist heutzutage schon möglich. Doch sehr kleine oder flache Polypen erfasst diese Methode weniger zuverlässig als die klassische Darmspiegelung. Außerdem ist keine Gewebeentnahme möglich.

Reizblase: Was man dagegen tun kann, 1.8.2011

Eine Reizblase ist kein unabänderliches Schicksal. Eine frühe Diagnose und Therapie verbessern die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Darauf macht die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. August 2011 aufmerksam.
Bereits die geringste Füllung der Blase vermittelt Harndrang - so stark, dass mitunter ungewollt Harn abgeht. Bei diesem als Reizblase bezeichneten Beschwerdebild ist das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Blasenmuskulatur gestört. »Es lohnt sich, frühzeitig einen Arzt oder noch besser ein Ärzteteam mit Fachärzten aus verschiedenen Disziplinen zurate zu ziehen, wie Urologen, Gynäkologen, Neurologen und Internisten, wie dies in den Kontinenzzentren der Deutschen Kontinenzgesellschaft möglich ist«, rät Dr. Ruth Kirschner-Hermanns, Leiterin des Kontinenzzentrums am Universitätsklinikum Aachen. Dann kann geklärt werden, was dem fehlerhaften Zusammenspiel zu Grunde liegt.
Arzneistoffe aus der Gruppe der sogenannten Muskarin-Rezeptorantagonisten bringen meist den schnellsten Erfolg. Doch muss es vor ihrem Einsatz eine genaue Diagnose geben. Unterstützend wirken pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke. Frauen mit geschwächtem Beckenboden helfen spezielle Übungen. Und gehen die Beschwerden mit den Wechseljahren einher, könnten bestimmte Scheidenzäpfchen oder -salben Linderung bringen. Noch in der Zulassung befindet sich die Therapie mit Botulinumtoxin A.

Pflaster entfernen ohne Proteste, 15.7.2011

Einfach ein kleines Baumwolltuch mit etwas Babyöl oder Wundbenzin tränken und auf die Klebestellen legen. Ein wenig einwirken lassen, dann das Pflaster abziehen. Mit diesem kleinen Trick lassen sich auch hartnäckig haftende Heftpflaster viel leichter von der Haut entfernen: Das rät die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Juli 2011. Auch auf der Haut verbliebene Pflasterreste lassen sich damit entfernen. Wer häufig Pflaster benötigt und seine Haut dadurch stark beanspruchen muss, greift lieber zu einem speziellen Pflaster-Entfernungsspray aus der Apotheke.
Pflaster gibt es heute nicht mehr nur als Wundschnellverband für größere und kleine Blessuren. Auch als Träger von Arzneistoffen finden sie regelmäßige Verwendung. Als Kleber kennt man heute vor allem zwei Arten: die schon vor über 100 Jahren entwickelte Mischung aus Naturkautschuk und Zinkoxid, die sehr gut klebt, sich aber für Menschen mit Latexallergie nicht eignet. Und den jüngeren Polyacrylat-Kleber, den auch »Pflaster-Allergiker« verwenden können. Er lässt sich rückstandfrei entfernen, klebt aber nicht so fest wie der Kautschuk-Kleber.

Drei Schritte gegen Sodbrennen, 1.7.2011

Allgemeinmaßnahmen, Apotheker, Arzt - diese drei helfen, das aus dem Magen aufsteigende Brennen zu lindern oder zu beseitigen. Doch was hilft in welchen Fällen? »Oft lassen sich die Beschwerden durch Vermeiden üppiger Mahlzeiten am Abend sowie Schlafen mit erhöhtem Oberkörper verhindern«, rät Dr. med. Hinrich Köhler, Chefarzt am Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juli 2011. »Außerdem sollte man Säure freisetzende Genussmittel wie Alkohol, besonders Rotwein, Nikotin und Kaffee, reduzieren. Auch Abnehmen kann hilfreich sein.«

Hat man doch einmal »gesündigt« und tritt das Sodbrennen nur vereinzelt und ohne Magenschmerzen oder -krämpfe auf, lassen sich die Beschwerden auch durch rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke lindern. Diese binden Magensäure oder verhindern deren Freisetzung, erläutert Köhler. »Tritt jedoch das Sodbrennen trotz aller Allgemeinmaßnahmen innerhalb einiger Wochen wiederholt auf, sollte auf jeden Fall der Hausarzt aufgesucht werden«, rät der Experte. In der Regel wird eine Magenspiegelung durchgeführt. Diese zeigt, ob die Speiseröhre bereits Schäden davongetragen hat, die Folgen einer Keimbesiedelung des Magens oder andere Schädigungen vorliegen. Auch eine Messung, wie viel Magensäure wie oft und wie lange aufsteigt, kann zur Diagnose beitragen. Wichtig sei, die Beschwerden nicht einfach hinzunehmen und damit weitere Schädigungen in Kauf zu nehmen. Das nützt nicht nur Magen und Speiseröhre, sondern auch der Lebensqualität.

Urlaub, ausruhen, austoben..., 9.6.2011

Urlaub: ausruhen, austoben, ausflippen Für einen wirklich schönen, gelungenen Urlaub gilt es nicht nur zu überlegen wo, sondern auch wie man ihn verbringen möchte. Das rät Diplom-Psychologe und Dozent für Tourismuswissenschaft Dr. H. Jürgen Kagelmann aus München in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juni 2011. Ob jemand im Urlaub eher durch Ruhe oder bei Aktivitäten vom Alltag abschaltet, hängt stark von den individuellen Voraussetzungen ab. Viele sind gut beraten, ihren Erlebnishunger ein wenig zu zügeln, damit der Stressabbau nicht selbst in Stress ausartet. »Viele Menschen muten sich eindeutig zu viel zu«, sagt Kagelmann. »Man will zu viel unternehmen, zu viel sehen, zu viel machen und überträgt damit das Leistungsprinzip aus dem Alltag auf die Zeit des Urlaubs.« Als Beispiel nennt er Studienreisen für Senioren. »Die Touren werden von A bis Z durchgeplant, und in diesen 14 Tagen absolvieren die Teilnehmer ein unglaublich anstrengendes Programm. Für die Umstellung von Alltagsstress auf Urlaubsreise empfiehlt Kagelmann zwei bis drei Tage Puffer, und zwar in beide Richtungen: »Ein abrupter Wechsel von 0 auf 100 oder in eine erzwungene Untätigkeit bekommen niemandem gut.« Darum muss der Computer für sonst Vielbeschäftigte im Urlaub auch nicht zwangsläufig tabu sein. »Denkbar wären zu Anfang morgens und abends eine Stunde am Computer. Im Laufe der Zeit könnte man die abendliche Sitzung einsparen.« Schwimmbadaugen vermeiden Knallrot - mit dieser Farbe reagieren die Augen mancher »Wasserratte« nach einem ausgiebigen Schwimmbadbesuch oder einem langen Tag am Badessee. Chlor und kleine Schwebteilchen im Wasser sind die Ursache. Sie stören bei Kontakt den schützenden Tränenfilm. Am besten zieht man mit einer Schwimmbrille seine Bahnen. Gegen das Beschlagen gibt es Modelle mit einer sogenannten Anti-Fog-Beschichtung. Einen ähnlichen Effekt sollen Anti-Beschlag-Sprays oder -Tropfen besitzen. Für Brillenträger gibt es Schwimmbrillen in den jeweiligen Sehstärken. Die Rötung der Augen entsteht durch erweiterte Blutgefäße. Dagegen helfen spezielle Augentropfen. Sie lindern auch Jucken oder Brennen, sollten jedoch nur kurze Zeit verwendet werden, da sie das Auge austrocknen können. Linderung verschaffen außerdem sogenannte künstliche Tränen. Sie besitzen einen milden Spüleffekt und unterstützen den Aufbau des schützenden Tränenfilms. Wir beraten Sie hierzu gern individuell.

Thema: Woran erkennt man gute Heilpflanzen?, 17.5.2011

Dazu befragte die Neue Apotheken Illustrierte Professor Dr. Theo Dingermann vom Institut für Pharmazeutische Biologie an der Universität Frankfurt am Main.
Wie kommen die pflanzliche Arzneimittel an ihre Wirkstoffe?
Dingermann: Unsere Zellen sind von »Fettwänden«, den sogenannten Plasmamembranen umgeben. Diese zu überwinden gelingt nur Molekülen, die auch einen gewissen »fettigen« Charakter haben. An diese Moleküle kommt man, wenn man die Arzneipflanze mit Lösungsmittel wie Ethanol oder ähnlichem auszieht. Das ist bei fast allen pflanzlichen Arzneimitteln der Fall, die als Fertigarzneimittel angeboten werden.
Wie erkenne ich als Verbraucher ein ordentliches Produkt?
Dingermann: Das ist für den Verbraucher schwer zu erkennen. Hier sollte man sich beraten lassen, und die Fachleute sind die Apothekerinnen und Apotheker. Man sollte unbedingt pflanzliche Arzneimittel - wie andere Arzneimittel auch - in der Apotheke kaufen. Denn Arzneimittel, die im Reformhaus oder beim Discounter angeboten werden, sind zu schwach dosiert, um wirken zu können. Dies klingt fast unglaublich, wird aber tatsächlich vom Gesetzgeber so vorgeschrieben. Denn hier glaubt man den Schutz vor falscher Anwendung über die Wirksamkeit des Arzneimittels stellen zu müssen. Das ist eine komische Logik, denn normalerweise erwartet ein Verbraucher, der ein Arzneimittel kauft, nicht nur eine kompetente Beratung, sondern gewiss auch eine Wirkung.
Lassen sich pflanzliche Arzneimittel - wie es bei »normalen« Arzneimitteln auch gemacht wird - ohne weiteres gegeneinander austauschen?
Dingermann: Hier ist ja nicht die Pflanze der eigentliche Wirkstoff, sondern der sogenannte Extrakt. Dieser enthält alle Bestandteile der Arzneipflanze, die man mit einem Lösungsmittel ausziehen kann. Es macht einen großen Unterschied, ob man die Arzneipflanze mit Wasser oder beispielsweise mit hochprozentigem Alkohol auszieht. Das ist so wichtig, dass das Lösungsmittel sogar auf jeder Schachtel angegeben sein muss. Somit ist es viel zu kurz gegriffen, ein pflanzliches Arzneimittel auf die Arzneipflanze »zu reduzieren«.

Sonnenbrille beugt Netzhautschäden vor, 17.5.2011

Zu viel Sonnenlicht kann an Linse und Netzhaut des Auges zu bleibenden Schäden führen, die das Sehvermögen beeinträchtigen. Das Tückische daran: Sie tun nicht weh und machen sich erst Jahre später bemerkbar, zum Beispiel als Grauer Star oder Makuladegeneration. Davor warnt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Mai 2011.
Eine gute Sonnenbrille schützt die Augen. Qualitäts-Sonnenbrillen tragen das UV-400- und das CE-Zeichen sowie die Aufschrift EN 1836:1997 auf der Innenseite des Brillenbügels. Hochwertige Gläser sind außerdem frei von Schlieren, Blasen oder Einschlüssen. Auf einen leichten Druck mit dem Finger darf das Glas nicht nachgeben. Ein durch die Sonnenbrille betrachteter Gegenstand sollte sich beim Hin- und Herdrehen der Brille nicht optisch verziehen oder verzerren. Auch auf richtigen Sitz sollte man achten: Die Gläser müssen oben mindestens bis zu den Augenbrauen und seitlich mindestens bis zum Gesichtsrand reichen.

Experte: Arzneimittel vom Discounter sind zu schwach, 17.5.2011

»Pflanzliche Arzneimittel, die im Reformhaus oder beim Discounter angeboten werden, sind zu schwach dosiert, um wirken zu können.« Darauf weist Professor Dr. Dingermann vom Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Frankfurt am Main in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Mai 2011 hin. Es werde vom Gesetzgeber so vorgeschrieben, sagte Dingermann. »Denn hier glaubt man, den Schutz vor falscher Anwendung über die Wirksamkeit stellen zu müssen.«
Der Austausch eines Präparates gegen ein anderes ist bei pflanzlichen Arzneimitteln nur schwer möglich. »Hier ist ja nicht die Pflanze der eigentliche Wirkstoff, sondern der sogenannte Extrakt«, erläuterte der Experte. Welche der Inhaltsstoffe einer Pflanze sich darin wiederfinden, ist stark davon abhängig, welches Lösungsmittel bei der Extraktion zum Einsatz kommt. »Das ist so wichtig, dass das Lösungsmittel sogar auf jeder Schachtel angegeben sein muss«, erklärte Dingermann. Um ein qualitativ hochwertiges Arzneimittel auszuwählen, sollten Verbraucher sich in ihrer Apotheke beraten lassen, rät der Experte.

*Quelle: Neue Apotheker Illustrierte

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